US-Banken
Invesco kauft Fonds von Morgan Stanley

Die US-Bank Morgan Stanley verkauft Teile ihrer Vermögensverwaltung für 1,5 Mrd. Dollar an die britisch-amerikanische Fondsgesellschaft Invesco. Sie gibt die US-Fondssparte für Privatkunden ab, zu der auch das Anlagehaus Van Kampen gehört, und erhält dafür 500 Mio. Dollar in bar sowie einen 9,4-prozentigen Anteil an Invesco.

FRANKFURT. Morgan Stanley behält das 267 Mrd. Dollar große Geschäft mit institutionellen Kunden. Der Käufer übernimmt rund 119 Mrd. Dollar an verwaltetem Vermögen. Davon entfallen 86 Mrd. Dollar auf Van Kampen. Mit dann etwa 536 Mrd. Dollar an betreutem Kapital zählt Invesco global zu den größten Verwaltern. Mitte 2010 soll die am Markt bereits erwartete Transaktion abgeschlossen sein.

Auf diesem Wege befreit sich die Bank von einem Verlustbringer. Seit Anfang vergangenen Jahres hat die Sparte ein operatives Minus von über 2,6 Mrd. Dollar eingefahren. Die Bank legt heute Quartalszahlen vor; Invesco berichtete gestern über einen um 20 Prozent gefallenen Gewinn.

Das Fondshaus soll laut Invesco-Chef Martin Flanagan von der Van-Kampen-Ausrichtung auf unterbewertete US-Aktien und spezielle Anleihesegmente profitieren. Analysten sehen hier eine eher schlechte Wertentwicklung bei Invesco-Produkten. „Wir sehen große Chancen, weil die erworbenen Geschäftsbereiche sich gut mit unseren ergänzen“, sagt Flanagan. Er rechnet mit Kostenersparnissen von 70 Mio. Dollar. Die Invesco-Vertriebsvereinbarung mit der Brokeragesparte von Morgan Stanley bleibt erhalten.

Der Deal passt in die Zeiten der Finanzkrise, die von der Kapitalnot vieler Finanzhäuser geprägt ist. „Banken und Versicherungen werden sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und ihre Vermögensverwaltungen, die nicht dazugehören, abstoßen.“, sagt James Hatchley, Geschäftsführer bei der auf Asset-Management ausgerichteten Beratungsfirma Freeman & Co.

Vor Morgan Stanley hatten schon andere große Häuser ihre Vermögensverwaltungen ganz oder teilweise abgestoßen. Dazu zählen Credit Suisse, Barclays und die Bank of America. Diese Notverkäufe dominieren das Geschehen. Nach Angaben der Investmentbank Jefferies lag ihr Anteil an allen Deals weltweit im dritten Quartal bei 68 Prozent – es war die höchste jemals errechnete Quote über eine Dreimonatsperiode.

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