US-Hedge-Fonds Amaranth
Vorerst kein Geld für Anleger

Nachdem der amerikanische Hedge-Fonds Amaranth Advisors LLC im September rund sechs Milliarden Dollar bei Erdgaspreis-Spekulationen verloren hat, setzt er die Rückzahlungen an seine Investoren nun vorübergehend aus.

HB NEW YORK. Die Gesellschaft teilte den Anlegern diese Entscheidung am Freitag in einem Schreiben mit. Amaranth hat nach eigenen Angaben im September mit seinen Multistrategie-Fonds 65 bis 70 Prozent seiner Nettovermögenswerte verloren. Seit Jahresbeginn sind es 55 bis 60 Prozent.

Durch die Aussetzung der Zahlungen wolle man sich die Möglichkeit schaffen, die Einnahmen durch den Verkauf von Vermögenswerten der Fonds zu erhöhen und Liquidität zu schaffen. Die Amaranth-Anleger kommen somit für die Rückzahlungstermine 30. September und 31. Oktober nicht an ihr verbliebenes Geld.

Amaranth wolle alle Investoren durch anteilsmäßige Verteilung gleich behandeln, hieß es. Amaranth hatte im Erdgasterminmarkt Milliardenverluste erlitten. Die Erdgaspreise waren in den vergangenen Wochen und Monaten stark eingebrochen. Hedge-Fonds setzen bei riskanten Geschäften an den Warenterminmärkten überwiegend geliehene Geldern ein, um rasch hohe Gewinne zu machen.

Die Amaranth-Probleme haben die Diskussion darüber angeheizt, ob mehr Aufsicht über die Hedge-Fonds benötigt wird. Sie üben in den Warenterminmärkten, an den Aktienbörsen und im Anleihehandel einen immer größeren Einfluss aus. Es gibt momentan fast 9 000 Hedge-Fonds mit 1,2 Billionen Dollar Vermögenswerten.

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