US-Investmentbank stellt Zweitmarktpreise
Efonds24 verkauft gebrauchte Fondsanteile

In Deutschland soll noch in diesem Monat eine weitere Plattform für den Handel von Anteilen an geschlossenen Immobilienfonds entstehen. Anbieter wird die Efonds24 GmbH, Stegen am Ammersee, in Kooperation mit einer amerikanischen Investmentbank sein.

DÜSSELDORF. Das erfuhr das Handelsblatt aus Branchenkreisen. Der Schwerpunkt soll zunächst auf dem Handel mit so genannten Zweitmarktanteilen an Schiffs- und US-Immobilienfonds liegen. Alexander Betz, Geschäftsführer und Mehrheitsgesellschafter von Efonds24 bestätigte auf Anfrage Verhandlungen mit einem ausländischen Institut, äußerte sich aber nicht zu Details.

Efonds24 ist eine seit fünf Jahren aktive Internet-Plattform, über die 3 000 Finanzdienstleister den Verkauf von neuemittierten Unternehmensbeteiligungen abwickeln.

Im Laufe der Jahre wurden 150 Mrd. Euro Fondseigenkapital bei deutschen Anlegern eingesammelt. Die Zahl derer, die sich von ihren Anteilen trennen wollen, wächst. Inzwischen sind nicht mehr allein die klassischen Verkäufer – Erben, Arbeitslose und Geschiedene – auf dem Markt. Es treten jene hinzu, die ihre Portfolios umschichten oder Renditechancen nutzen wollen. Beispiel Schiffsbeteiligungen: Kräftig gestiegene Charterraten versprechen höher Einnahmen, wenn die Erstverträge auslaufen. Die hohen Charterraten treiben außerdem die Preise für Gebrauchtschiffe nach oben. Beides zusammen lässt die Anteilspreise steigen – teils über den Nominalwert. Zum Wachstum trägt auch bei, dass Steuervorteile, deren mögliche Aberkennung einen Verkauf von Anteilen bislang behinderte, eine immer geringere Rolle spielen.

Efonds 24 tritt mit der neuen Handelsmöglichkeit in Konkurrenz zu den Angeboten der Börsen in Hamburg und Düsseldorf. An der Fondsbörse Deutschland in Hamburg sind rund 2 000 Fonds gebührenfrei gelistet. Gehandelt wird allein über die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG. Käufer und Verkäufer zahlen jeweils 2,5 Prozent des Kaufpreises als Courtage an den Makler. Die Börse hat ein so genanntes Premiumsegment eingerichtet. Für die 300 darin aufgenommenen Fonds stellt der Makler ab Nominalwert von 50 000 Euro aufwärts verbindliche Preise. Dies seien „quasi Mindestpreise“, sagt Tim Richter von der Maklerfirma. Fast immer werde mehr geboten. In den ersten neun Monaten dieses Jahres handelten Anleger Beteiligungen im Nominalwert von rund 30 Mill. Euro über die Börse – ein Rekordvolumen.

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