US-Konjunkturdaten spielen eine entscheidende Rolle bei der Neuausrichtung von Nebenwertefonds
Fondsmanager setzen auf defensive Titel

Die Aktienmärkte stehen nach den heftigen Rückschlägen der letzten Tage am Scheideweg. Fraglich ist dabei, ob sich der Aufwärtstrend nach einer Konsolidierung fortsetzen wird oder aber die Hausse nach gut einem Jahr beendet ist.

HB/vwd FRANKFURT/M. „Die Entscheidung darüber fällt in Amerika“, glaubt Volker Riehm, der bei der Gesellschaft Activest den Fonds Activest Deutschland Potential betreut. Sollten die nächsten Konjunkturdaten aus Amerika schwächer ausfallen, sei daher eine strategische Neuausrichtung des Fonds erforderlich, sagt Riehm. Er würde dann in defensive Branchen und Einzeltitel mit hoher Dividendenrendite umschichten. Mit einem Plus von fast 75 % in den vergangenen zwölf Monaten liegt der Activest-Fonds derzeit auf Rang acht unter 17 Aktienfonds, die vor allem in deutsche Nebenwerte investieren. Auch Ralf Walter von Cominvest ist momentan vorsichtig. „Wir bauen den Anteil von Technologietiteln zugunsten defensiverer Werte ab“, erklärt der Fondsmanager. Der von Walter gelenkte Adig Adiselekt rangiert im Jahresvergleich mit einem Wertzuwachs von über 78 % an sechster Stelle in der aktuellen Rangliste.

Auch wenn beide Fonds keinen Mehrwert zu den Indizes für Small- und Midcaps böten, sei im direkten Vergleich der Adig Adiselekt die bessere Wahl, sagt Thomas Portig, Leiter der Fondsanalyse bei H.C.M. Capital Management. Dieser sei defensiver und auf längere Sicht besser unterwegs. Gleichzeitig moniert der Fondsexperte, dass Activest die Verwaltungsgebühr ab dem 1. Mai auf 1,3 % von derzeit 1,1 % erhöhen wird.

Die beiden Fondsmanager sind für den Rest des Jahres trotz der momentanen Turbulenzen an den Börsen „verhalten optimistisch“. Während Riehm bei den Aktien der Depfa Bank und des Sportartikelherstellers Puma zuletzt Gewinne mitgenommen hat, kaufte er Titel von Südzucker und IWKA zu. Auf Walters Favoritenliste stehen Konsumwerte wie Douglas, Hugo Boss und Medion ganz weit oben. „Die dürften von einer konjunkturellen Erholung mit am meisten profitieren“, meint Walter.

Ganz auszuschließen seien weitere Rückschläge jedoch nicht. „Das größte Risiko für Small- und Mid-caps ist, dass sich die konjunkturelle Erholung nicht fortsetzt“, sagt Walter. Doch dafür gebe es zur Zeit noch keine Hinweise, so der Fondsmanager.

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