USA
ETF-Markt erlebt im Mai herben Rückschlag

Erstmals seit September 2010 haben die Anleger mehr Kapital aus in den USA gelisteten ETFs abgezogen als neu investiert. Das Vermögen der in den USA gelisteten ETFs rutschte unter den Rekordwert von 1,14 Billionen Dollar.
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FrankfurtDer vom Wachstum verwöhnte US-Markt für börsennotierte Indexfonds (ETFs) hat im Mai einen Dämpfer erhalten. Erstmals seit September 2010 haben die Anleger mehr Kapital aus in den USA gelisteten ETFs abgezogen als
neu investiert, wie ein Marktbericht des Analysehauses Morningstar am Donnerstag zeigte. Unter dem Strich verbuchten die Fonds demnach einen Mittelabfluss von rund 3,1 Milliarden Dollar (rund 2,2 Milliarden Euro). Im April war ihnen mit 23,3 Milliarden Dollar besonders viel Kapital zugeflossen.

Der Mittelabfluss führte in Verbindung mit fallenden Kursen an den Börsen dazu, dass das Vermögen der in den USA gelisteten ETFs im Mai abnahm. Mit rund 1,11Billionen Dollar rutschte es unter den Rekordwert von 1,14 Billionen Dollar, den die Branche im April aufgestellt hatte. Rohstoff-ETFs verbuchten Morningstar zufolge ihren größten monatlichen Abfluss aller Zeiten, wobei sowohl Edelmetall- als auch Energieprodukte Federn lassen
mussten.

Auf den Verkaufslisten standen zudem Aktien-ETFs, und zwar sowohl auf entwickelte Märkte als auch Schwellenländer. Im Gegensatz dazu hielt das Interesse an Anleihen-ETFs den dritten Monat in Folge an. Dabei waren Fonds auf Staats- und Unternehmensanleihen gefragt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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