USA
Fonds hadern mit US-Verbrauchern

Institutionelle Investoren befürchten hohe Vermögensverluste und verkaufen derzeit massiv amerikanische Konsumwerte. Seit dem Tief im vergangenen März waren die Aktien kräftig gestiegen. Doch fallende Gehälter in den letzten zwölf Monaten und der anhaltende Einbruch am Immobilienmarkt trüben die Konsumstimmung ein.

NEW YORK. Im August haben Investmentfonds, Pensionsfonds und Stiftungen mit einem gesamten Anlagevolumen von 16,4 Bill. Dollar Aktien von Kaufhäusern, Spirituosenkonzernen und Hotelketten im Wert von 1,8 Mrd. Dollar veräußert, geht aus Daten von State Street Corp. hervor.

Die Aktien waren seit dem Tief im vergangenen März kräftig gestiegen. Die Aktienkurse der Kaufhauskette Nordstrom und des Konsumgüterkonzerns Fortune Brands haben sich mehr als verdoppelt. Dennoch hat Schroders, der zweitgrößte börsennotierte Vermögensverwalter in Großbritannien, seine Position bei Nordstrom im vergangenen Quartal um 85 Prozent reduziert. "Die Verbraucher machen sich um alles mögliche Sorgen, nicht nur um die Zukunft ihres Arbeitsplatzes, sondern auch um den Wert ihrer Häuser und ihrer Pensionsersparnisse", sagt Randy Bateman von der Vermögensverwaltung Huntington Bancshares. "Sobald über der Kaufkraft der Konsumenten ein Fragezeichen steht, ziehen sich Investoren aus diesen Aktien zurück." In den USA haben die Verbraucher bisher an der wirtschaftlichen Erholung wenig Anteil. Banken wie Goldman Sachs haben nach staatlichen Rettungsaktionen Rekordgewinne eingefahren. Die Gehälter der Amerikaner sind dagegen in den zwölf Monaten bis Ende Juni um 4,7 Prozent gefallen, zeigen Daten des Wirtschaftsministeriums. Einen so starken Rückgang hat es seit Beginn der Datenerhebungen 1960 nicht gegeben.

Dazu kommt der immer noch anhaltende Einbruch am Immobilienmarkt. Der Deutschen Bank zufolge dürften bei annähernd der Hälfte der Eigenheimbesitzer in den USA bis 2011 die Hypothekenschulden den Wert ihres Hauses übersteigen. Zwischen dem dritten Quartal 2007 und dem ersten Quartal 2009 ist das Vermögen der Verbraucher um die Rekordsumme von 13,9 Bill. Dollar gesunken, zeigen Daten der US-Notenbank Federal Reserve.

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