Value vs. Growth
Fondsmanager richten Strategie neu aus

Aktienfonds, deren Anlagestrategie auf Substanzwerte ausgerichtet ist, liegen in den Ranglisten noch vorn – doch ein Trendumkehr zeichnet sich bereits ab.

HB HAMBURG. Ein Beispiel dieser so genannten Value-Fonds ist der UBAM Neuberger Berman US Equity der Genfer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP), der mit einem Plus von 30,16 Prozent den jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich der Kategorie US-Aktienfonds für Standardwerte anführt.

Doch offenbar ändert sich das Bild. Immer mehr auf Wachstumsaktien spezialisierte Growth-Fonds mischen jetzt wieder in der Spitzengruppe mit. Dazu gehören mit dem Alger American Asset Growth und dem Alger Large Cap Growth gleich zwei Angebote der New Yorker Alger-Gruppe, einem der bekanntesten Vertreter dieses Investmentstils. Zwar ist das Vorrücken der Growth-Fonds nach Einschätzung von Natalia Siklic noch kein klares Indiz für ein Comeback der Wachstumswerte. „Für eine Trendumkehr könnte allerdings sprechen, dass die Schere zwischen einer fairen und der tatsächlichen Bewertung bei den Substanzaktien immer kleiner wird“, so die Analystin der Rating-Agentur Morningstar. Folglich werde es für Value-Manager zunehmend schwieriger, unterbewertete Aktien zu finden. Sie wichen mehr und mehr auf Titel aus typischen Wachstumsbranchen aus.

Für die Alger-Manager Patrick Kelly und Teresa McRoberts sind diese Branchen erste Wahl: Mit einem Anteil von 23,5 Prozent stellt etwa die Wachstumsbranche Informationstechnologie im Alger American Asset Growth die zweitgrößte Position. Noch höher gewichtet sind mit 23,9 Prozent Aktien aus dem Gesundheitssektor, etwa die Hälfte davon stammt aus dem Biotech-Bereich. Zum Vergleich: Vor fünf Jahren waren diese beide Branchen mit 40 Prozent sogar noch etwas niedriger gewichtet als heute.

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