Vergleich von Aktienfonds zu Umwelt- und Ethikthemen
Nachhaltigkeit bringt keinen Gewinn

Mit Fonds zum Thema Nachhaltigkeit können Anleger derzeit keinen Gewinn machen. Im Gegenteil: Die eigentlich als krisensichere Geldanlage propagierte Strategie schützt nicht vor Verlusten. Die insgesamt 44 in Deutschland vertriebenen Produkte verloren in den vergangenen zwölf Monaten durchschnittlich 37 Prozent an Wert.

FRANKFURT. Keiner der Aktienkörbe kann für diesen Zeitraum einen Gewinn ausweisen. Fast alle jedoch stehen laut Feri-Fondsliste im März 2009 wieder im Plus. Die beiden besten Aktienfonds legten in nur vier Wochen rund vier Prozent zu.

Der Adviser Funds Meridio Green Balance setzt auf Aktien von Unternehmen, die sich für Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit, Frieden und die Achtung der Menschenwürde einsetzen. Gleichzeitig sollen sie natürlich auch noch gute Geschäfte machen, denn die ehrenwerten Ziele allein führen nicht zu wirtschaftlichem Erfolg. Zurzeit liegen im Fonds vor allem festverzinsliche Staatsanleihen aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Ein DB-X-Trackers-Short-Dax-ETF mit rund sechs Prozent Korbanteil beschert zusätzlichen Gewinn, wenn der deutsche Leitindex künftig fällt.

Stärker auf Aktien setzt der UBS-Eco-Performance-Fonds . Mit rund 99 Prozent ist das Produkt vollständig am Aktienmarkt investiert. Die größten Positionen mit jeweils drei Prozent Anteil sind Vodafone, Intel, Honda Motor und Sempra Energy. Der Gaskonzern mit Sitz im US-Bundesstaat Kalifornien meldete für das vierte Quartal 2008 zwar einen fallenden Umsatz, steigerte jedoch den Gewinn und bestätigte seine positive Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

"Die nicht-finanziellen Aspekte machen einen beträchtlichen Teil des Unternehmenswertes aus", sagt Marcus Pratsch von der DZ-Bank. "Die alleinige Orientierung an der Rendite reicht für eine Investitionsentscheidung nicht aus." Nachhaltigkeitsaspekte schaffen nach Meinung des Analysten sowohl einen gesellschaftlichen, als auch einen ökonomischen Mehrwert. Zu den Kernmärkten für Nachhaltigkeitsprodukte zählen Belgien, Deutschland, Frankreich, die Niederlande, die Schweiz und Großbritannien. In den Ländern fließt auch immer mehr Kapital in die Anlageklasse. Deutschland steht mit einem jährlichen Wachstum von 45 Prozent im Mittelfeld. Zum Vergleich: In den Niederlanden beträgt das jährliche Wachstum stolze 300 Prozent. "Europas Retailinvestoren haben noch gewaltiges Nachholpotential", sagt der Experte Pratsch.

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