Vergleichsranking enttäuscht: Wechselkursverluste belasten Rentenfonds

Vergleichsranking enttäuscht
Wechselkursverluste belasten Rentenfonds

Rentenfonds werden üblicherweise von Anlegern bevorzugt, die Verluste vermeiden wollen. In den vergangenen zwölf Monaten wurden diese Erwartungen jedoch von den meisten global anlegenden Rentenfonds enttäuscht.

HAMBURG. So weist die Analyseagentur Feri in ihrer aktuellen Auswertung von 179 Fonds mit diesem Anlageschwerpunkt ein durchschnittliches Minus von 2,72 Prozent auf. Noch enttäuschender fällt die Bilanz für den DWS-Fonds Internationale Renten Typ 0 aus, der mit einem Minus von 7,04 Prozent auf dem viertletzten Platz seiner Vergleichsgruppe liegt. "Der Fonds orientiert sich relativ eng am Vergleichsindex JPM Global Government Bond, der sich auf Grund der Schwäche von Dollar und Yen enttäuschend entwickelte", räumt DWS-Manager Xueming Song ein. Die Untergewichtung der beiden Währungen habe den Fonds jedoch nicht stützen können, da zudem einige Wetten auf osteuropäische Währungen nicht aufgegangen seien.

Für das laufende Jahr sieht Song jedoch gute Chancen, wieder ein positives Ergebnis zu präsentieren. "Wir gehen davon aus, dass sich die Rentenmärkte in den USA und Japan recht gut behaupten werden", erläutert Song, der aktuell rund 40 Prozent des Fondsvermögens in Dollar- und Yen-Papieren hält. Für Anleihen aus der mit 37 Prozent gewichteten Euro-Zone gibt er sich dagegen nur vorsichtig optimistisch. Positiver schätzt der DWS-Manager die Aussichten für Lokalwährungsanleihen aus der Türkei und Rumänien ein, die zusammen derzeit einen Anteil von sieben Prozent am Portfolio haben.

Komplett anders ist dagegen der von der HSH Nordbank in Luxemburg betreute Spitzenreiter Lilux-Rent aufgestellt, der ein Plus von 5,49 Prozent erzielte. "Wir investieren grundsätzlich mindestens zwei Drittel des Fondsvermögens in Euro-Renten, Fremdwährungsanleihen dienen lediglich der Beimischung und sind auf eine maximale Gewichtung von einem Drittel beschränkt", erläutert Fondsmanager Roland Haller. Er ist derzeit nicht in japanischen Anleihen investiert. Haller: "Das niedrige Zinsniveau sowie die weiterhin schwächelnde Währung machen den Markt zur Zeit für Renteninvestments unattraktiv." Dem Fonds sei das Ausklammern dieser Papiere gut bekommen, erläutert der HSH-Nordbank-Manager und nennt die Beimischung von Wandelanleihen sowie das Engagement in südafrikanischen Lokalwährungsanleihen als weitere Gründe für das gute Abschneiden. Die Aussichten für den aktuell mit sieben Prozent gewichteten Rand bewertet Haller angesichts steigender Rohstoffpreise weiter positiv. Skeptischer sieht er andere Schwellenländeranleihen in lokaler Währung: "Die Märkte sind zuletzt sehr heiß gelaufen."

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