Verhältnis von Risiko und Ertrag verbessert
Allianz-Tochter erwartet Aufwind für Hedge-Fonds

„Wir sind optimistisch, dass der noch junge deutsche Markt für Hedge-Fonds im Jahr 2005 weiter wachsen wird.“ Das sagte Johan Ahlström, Geschäftsführender Partner und Finanzchef der im Jahr 2001 gegründeten Allianz Hedge Fund Partners.

HB FRANKFURT. Nach der Phase des Abtastens erkennen seiner Einschätzung nach deutsche institutionelle Investoren trotz ihrer eher konservativen Einstellung immer stärker die positiven Effekte einer Investition in Hedge-Fonds. Der Fachmann verweist vor allem auf die Verbesserung des Verhältnisses von Risiko und Ertrag. In den steuerlichen Bestimmungen des neuen Investmentmodernisierungsgesetzes sieht Ahlström weiterhin die größte Herausforderung für Hedge-Fonds in Deutschland. Der Manager argumentiert, die Transparenzanforderungen, also die Offenlegung der einzelnen Positionen für den Fiskus, schreckten Hedge-Fonds ab.

Als Depotbeimischung erwirtschaften Hedge-Fonds zum einen stabile Erträge und reduzieren zum anderen das Risiko des Gesamtportfolios. Im Gegensatz zu traditionellen Investmentfonds haben Hedge-Fonds in der Umsetzung ihrer Anlagestrategie weitgehend freie Hand.

Allianz Hedge Fund Partners verwaltet nach einem starken Kapitalzufluss von rund 800 Mill. Dollar im Jahr 2004 in vier Luxemburger Dachfonds und in einzelnen Verwaltungsmandaten inzwischen rund 1,4 Mrd. Dollar. Etwas mehr als die Hälfte des Geldes haben deutsche Anleger aufgebracht. Aus dem Allianz-Konzern stamme lediglich rund 15 Prozent. Man könne nicht unbedingt damit rechnen, dass die Dynamik des Kapitalzustroms von 2004 auch im laufenden Jahr erhalten bleibe, sagte Ahlström allerdings. Weltweit verwalten etwa 8000 Hedge-Fonds rund eine Billion Dollar, was jedoch nur zwei Prozent der Kapitalisierung der Welt-Kapitalmärkte ausmacht.

Die meisten Anlageklassen seien derzeit als teuer einzustufen, sagte Ahlström. Ungeachtet dessen rechnet er damit, dass sich die Aktienmärkte im aktuellen Umfeld eines erwarteten Wirtschaftswachstums von 3,5 Prozent und niedriger Inflation positiv entwickeln und die Kursschwankungen gering bleiben.

„Interessant sind derzeit die Strategien Long/Short-Equity und Event Driven“, sagt der Experte. Bei der ersten Strategie werden als unterbewertet erachtete Aktien gekauft und überbewertet erscheinende Aktien gleichzeitig leer verkauft. Die letztgenannte Strategie setzt auf Aktien von Unternehmen, die von bestimmten Ereignissen wie Übernahmen oder Restrukturierungen profitieren dürften.

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