Verlustbringer setzten auf Asset Backed Securities
Selbst Geldmarktfonds machen Verluste

Von Geldmarktfonds verspachen sich die Investoren auch in den vergangenen Krisenmonaten eine sichere Rendite. Einige Produkte enttäuschten jedoch mit negativer Wertentwicklung: Verluste von bis zu 37 Prozent machten vor allem solche Vermögensverwalter, die neben dem Geldmarkt Teile ihres Fondsvermögens auch in Asset-Backed-Securities (ABS) investierten.

HB FRANKFURT. "Die Beimischung von zum Beispiel ABS-Papieren sollte für eine zusätzliche Rendite sorghen", sagt Christopher Wolter von Feri Euro Rating Services. Doch die Rechnung ging nicht auf. Mit dem Platzen der Immobilienblase in den USA verfielen auch die ehemals so gewinnträchtigen ABS teils wertlos. Und das schmälert jetzt die Wertentwicklung der einst als sicher geltenden Papiere. "Der Großteil der Fondsvermögen in dieser Kategorie ist natürlich immer noch sicher am Geldmarkt angelegt", sagt Wolter. Doch bis zu zehn Prozent können die Fondsmanager ihren Fondskörben beimischen.

Mit stolzen 88,5 Prozent allerdings setzt der Pioneer-Investments-Euro-Geldmarkt-Plus auch noch im vergangenen Januar auf die risikoreichen ABS. Die zehn größten Positionen des von Pierre-André Klein gemanageden Fonds laufen durchschnittlich noch ein halbes Jahrhundert. Spätestens bis dahin rechnet der Kreditanalyst wohl mit einer Erholung des internationalen Immobilienmarktes. In den vergangenen zwölf Monaten realisierte das Produkt einen Verlust von knapp 24 Prozent. Sein Kollege Ralph Ziefle vom Pioneer-Investments-Opti-Cash investiert neben der Geldmarkt-Anlage ein Drittel des Fondsvermögens von insgesamt 132 Millionen Euro in ABS. Die Papiere in seinem Fondsportfolio allerdings laufen nur noch durchschnittlich 13 Jahre.

"Der ABS-Markt zeigt zwar erste Anzeichen der Bessserung, von einer Normalisierung ist er jedoch noch weit entfernt", sagt Heinrich Echter. Der Fondsmanager des Cominvest-Short-Term-Plus-Fonds setzt neben ABS auch auf MBS - Mortage Backed Securities. Diese verbrieften Hypotheken sind mit Geschäfts- und auch mit Wohnimmobilien besichert. Im vergangenen Januar sah es jedenfalls noch düster aus: "Steigende Zahlungsrückstände, höhere Ausfallraten und fallende Immobilienpreise belasten die Wertentwicklung einiger europäischer Forderungspools", sagt Echter.

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