Verluste
Dollar-Erholung erwischt Hedge-Fonds auf dem falschen Fuß

Hedge-Fonds blicken auf die schwächste Woche seit zwei Monaten zurück. Grund sind die Kursgewinne des Dollars bzw. Rückgänge bei den Rohstoffpreisen sowie eine schwächere Entwicklung in Schwellenländern. Strategisch wenden sich einige Hedge-Fonds etwas vom Aktienmarkt ab.
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HB NEW YORK. Hedge-Fonds haben in der vergangenen Woche die schlimmsten Verluste seit Oktober verbucht. Makro-Fonds hatten auf Wochensicht die schwächste Performance seit Juni, da ihre Rohstoff-Dollar-Wette sich gegen sie gewandt hatte, schrieb Merrill Lynch-Analystin Mary Ann Bartels in ihrer wöchentlichen Studie "Hedge Fund Monitor". Insgesamt aber hätten Hedge-Fonds in den vorangegangenen Handelstagen damit begonnen, ihre Aktienpositionen abzubauen.

Die Wertentwicklung der Hedge-Fonds sei in der zweiten Dezemberwoche um 0,62 Prozent rückläufig gewesen, nachdem zum Monatsauftakt noch ein moderates Plus erzielt worden war. Makro-Hedge-Fonds hatten indes mit einem Wertverlust von 2,36 Prozent zu kämpfen. Eine schwächere Entwicklung in den Schwellenländern, in denen Makros auch stark investiert sind, habe zu der schwachen Entwicklung beigetragen.

Mit dem Blick auf die Sektoren hätten die großen Spekulanten im Aktienbereich auch weiterhin Futures auf den S&P-500-Index verkauft. Insgesamt ergebe sich für den Index derzeit ein "neutrales" Positionsbild. Kaufpositionen auf den Auswahlindex Nasdaq 100 seien derweil geradezu "aggressiv" verkauft worden. Dennoch blieben die "Long"-Positionen auf einem hohen Stand.

Bei den Metallen hätten große Spekulanten in der Vorwoche ihre Kaufpositionen in Gold etwas reduziert, dafür aber Kupfer weiter gekauft. Ihre Kaufoptionen in Silber und Platin hätten sie ebenfalls etwas gesenkt, schrieb die Expertin. Im Energiekomplex hätten die Hedge-Fonds ihren hohen Long-Bestand an Rohöl gesenkt, Heizöl und Benzin seien verkauft worden. Die Verkaufspositionen in Gas seien geblieben.

Am Devisenmarkt hätten Hedge-Fonds weiter US-Dollar gekauft, ihre Long-Position im Yen aber "aggressiv" reduziert. Auch Euro sei etwas abgebaut worden. Bei den Anleihen seien die sehr niedrigen Bestände auf zehnjährige US-Bonds gehalten worden, ebenso die höheren Bestände an zweijährigen US-Anleihen.

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