Vermögenseinbußen
Anlagebranche verliert sechs Billionen Dollar

Das weltweite Kapitalanlagevermögen wird im laufenden Jahr drastisch sinken. Die Beratungsgesellschaft BCG erwartet im Zuge des Einbruchs an den Finanzmärkten und hoher Mittelabflüsse ein Minus von sechs Billionen Dollar. Die Hoffnung ruhen jetzt auf Asien.

FRANKFURT. Die Boston Consulting Group (BCG) erwartet in diesem Jahr einen Rückgang des weltweiten Anlagevermögens von 59 Bill. Dollar im Rekordjahr 2007 auf 53 Bill. Dollar im laufenden Jahr. In ihrer Studie "Global Asset Management 2008" bezieht die Beratungsfirma Kapitalanlagen ein, die von Vermögensverwaltern in Banken, Versicherungen, Immobilienfirmen oder Fondshäusern verwaltet werden.

Der Rückgang des erwarteten Vermögens - nach einem Plus von knapp 14 Prozent im Vorjahr - ist laut BCG auf die Einbrüche an den Finanzmärkten und Mittelabzüge durch Anleger zurückzuführen. Selbst vermeintlich sichere Anlageklassen wie Geldmarktfonds oder offene Immobilienfonds müssen massive Abflüsse verkraften, heißt es aus dem Frankfurter BCG-Büro.

Für die Zukunft bleiben die Experten der Beratungsfirma jedoch optimistisch. Sie argumentieren, dass viele Investoren wieder von Bargeld in Investmentprodukte wechseln werden - wenn das Vertrauen in die Märkte zurückgekehrt sei. Und eine alternde Bevölkerung werde auch künftig Anlagelösungen für die persönliche Vorsorge benötigen. Mittelfristig gehe es um eine Stabilisierung des Geschäfts.

Als Zukunftsregion für die Branche gilt insbesondere Asien. Sie zählte bereits im vergangenen Jahr mit einem Plus von mehr als 27 Prozent beim verwalteten Vermögen zu den attraktivsten Wachstumsmärkten. Auch wenn die Vermögenswerte in den vergangenen Monaten deutlich eingebrochen sind, bleibt die Region nach Ansicht der BCG-Vertreter eine Wachstumsregion.ina

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