Vermögensverwalter
Fonds enttäuschen die Anleger

Die Anbieter von Investmentfonds-Produkten konnten mit ihren Angeboten kaum überzeugen. Vor allem konservative Fonds-Modelle brachten enttäuschende Ergebnisse. Die Euro-Turbulenzen haben die Manager kalt erwischt.
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FrankfurtDie fondsgebundenen Vermögensverwaltungen wichtiger Banken haben enttäuschende Ergebnisse erzielt. „Bei Einrechnung der Gebühren liefern alle Verwalter mit ihren Angeboten weniger Rendite als die Vergleichsmesslatte, oft sogar noch bei höheren Wertschwankungen“, urteilt Rüdiger Sälzle, Vorstand der Analyse- und Beratungsfirma Fonds Consult. Die Ergebnisse der Studie liegen dem Handelsblatt vor.

Auf dem Markt der Fonds-Vermögensverwaltungen zählt die Studie acht Anbieter: Dekabank, Commerzbank, Hypo-Vereinsbank, Deutsche Bank, Credit Suisse, Union Investment, DZ Privatbank, Fürst Fugger Privatbank. Alle offerieren verschiedene Depotvarianten, die sie mit Fonds bestücken. Der Anleger kann wählen zwischen konservativen Ausrichtungen, neutralen Mischungen bis hin zu einer offensiven Variante. In dieser Abfolge sinken die Anteile der Anleihefonds, steigen die der Aktienprodukte.

„Ernüchternd“, nennt Sälzle die Ergebnisse aus Anlegersicht. Sogar ohne Einrechnung der Gebühren überträfen nur ganz wenige Depots ihre Messlatten über verschiedene Zeiträume. Gerade bei den konservativen Depots hinkten die Wertentwicklungen den Messlatten am deutlichsten hinterher.

Ein Beispiel ist die Abrechnung über drei Jahre. Hier gewinnt der Index aus 80 Prozent Euro-Anleihen und 20 Prozent Aktien 14,5 Prozent. Die beste Depotvariante kommt von der Commerzbank mit einem Plus von 12,3 Prozent, die schlechteste von der Hypo-Vereinsbank mit einem Verlust von 3,4 Prozent. Bei laufenden Gebühren von über einem Prozent jährlich liegen die effektiven Erträge noch tiefer.

Bei den Anbietern rechtfertigt man die schlechten Leistungen mit Blick auf die Kapitalmarktentwicklung im laufenden Jahr. „Wir haben nicht gedacht, dass die Euro-Krise in Italien so eskaliert und das Land als Pleitekandidat gespielt wird“, sagt etwa Hanns Dendorfer, Leiter Fonds-Vermögensverwaltung bei der Fürst Fugger Privatbank.

In den vergangenen Monaten haben die Aktienmärkte sehr stark verloren. Ein Grund sind vor allem die wachsenden Sorgen über die Finanzierbarkeit der Staatsschulden in der Euro-Zone.

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  • Seit 15 Jahren funktioniert das System leider nicht mehr, dass man Aktien kaufen und lange liegen lassen kann und dann automatisch eine gute Rendite hat.
    Nur mit einer aktiven Vermögensanlage kann man am Aktienmarkt Gewinn machen. Fonds schwimmen aber nur beim Auf und Ab mit. Wo soll da was bei rum kommen?
    Da hilt leider auch ein unabhängiger Berater bei der Fondsauswahl nichts!

  • Genau so ist es. Ein Vergleich zeigt wie enorm hoch die Kosten sind, die bei Fonds von Banken auflaufen. Unter www.fonds-etf.de hab ich einen Vergleichsrechner gefunden.

  • Über den Daumen kalkuliert wird mit dem etwa 20 fachen der tatsächlichen Werte gehandelt. Böse Zungen würden hier sagen: die Börsen beschäftigen sich mit 95% Bullshit. Noch bösere Zungen würden das Betrug nennen.
    Eines der Hauptprobleme dürften Weltherrscher der Finanzmärkte mit Egos groß wie Texas und Ansprüchen wie Imelda Marcos sein. Richtig gebraucht werden deren "Dienste" nicht und freiwillig werden die ihren Lebensstandard nicht auf 5% des Status Quo eindampfen.
    Aber solange es Menschen gibt die glauben das Geld arbeitet, wird sich das nicht gänzlich abstellen lassen.

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