Die Spekulation mit Lebensmitteln steht in der Kritik. Unter Beschuss: die Deutsche Bank. Im Interview erklärt ein Experte, warum er solche Geschäfte ablehnt - und wie er vom Boom der Nahrungsmittelbranche profitiert.

Kommentare

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  • Dieses Gerede um " Spekulation " ist wieder mal ein Gutmenschen-Thema schlechthin.Die Terminbörsen sind ehrlich und wichtig, nicht zuletzt für die Commercials, die durch Hedging ihr Risiko minimieren und unsere Preise erst stabil halten.

  • Die Spekulation mit Nahrungsmitteln, Öl, Immobilien (Güter des täglichen Bedarfs) sind die neuste Strategie der Reichen und Superreichen um das Weltvermögen in die eigenen Taschen zu leiten.

    Je astronomischer die Vermögen, desto höher die spekulativen Preise. In Deutschlands Ballungsräumen kann kein normaler Mensch mehr Immobilioeneigentum erwerben, da er nicht mit den großen Vermögen konkurrieren kann. Auf der anderen Seite steigen die Mieten deswegen massiv, ohne, daß sich die Einkommen ändern würden. Das selbe gilt für Öl und Nahrungsmittel.

    Würde man die Interessen der Mehrheit der Weltbevölkerung als Leitbild nehmen, müsste man derartige Spekulationen sofort verbieten. Dazu müsste man die "Börsenabsicherung" nur an eine zwangsweise physische Lieferung binden. Da würden viele staunen, wie gering der tatsächliche Bedarf nach Mondpreisen wirklich ist.



  • Wir brauchen keine Konzerne, die noch mehr Nahrungsmittel für die wachsende Bevölkerung produzieren. Es ist genug da, wir müssen es nur anders verteilen.
    Interessant, dass eine Firma, die Aroma- und Zusaztstoffe herstellt, eine lohnende Anlage darstellt. Mit viel Chemie kriegen wir natürlich auch alle irgendwie satt.

  • Ohne Börsenabsicherung für die kommende und teilweise auch danach folgende Ernte sind:
    a. die Erzeuger, d.h. die Bauern und
    b. die Verarbeiter und
    c. die Verbraucher
    ein Spielball der Tages-Märkte und ohne Planungssicherheit
    im Anbau.
    Alles andere, wie z.B. die Fernsehauftritte der Com-Bank
    sind moralisierend und faktisch falsch !
    Mitarbeiter Bundesministerium

  • Immer wieder gut:
    http://www.youtube.com/watch?v=B3cQnBYzY7Q
    (Dauer: 1 Minute)

  • Pah, Hauptsache Distinktion. Ich persönlich halte die Monopolisierung der Nahrungsmittelindustrie für wesentlich gefährlicher für die Welternährung als die Spekulation. Pah, Hauptsache Distinktion. Ich persönlich halte die Monopolisierung der Nahrungsmittelindustrie für wesentlich gefährlicher für die Welternährung als die Spekulation. Ausgerechnet Nestle. Kohle machen ist OK, aber dann auch noch die Moralkeule schwingen. Unsere Welt ist gemacht, auch der Hunger. Und eine Handvoll global agierender, renditegetriebener Konzerne wird das Ernährungsproblem definitiv nicht lösen. Hier ist Diversifizierung gefragt, und die wird gerade drastisch zurückgefahren.

  • Mit der Moral ist das so eine Sache. Nicht umsonst streiten sich Philosophen verschiedenster Richtungen seit Jahrhunderten darüber.

    Man könnte auch der Ansicht sein, dass Investments in Firmen wie Monsanto oder Symrise, die einerseits genmanipuliertes Essen oder künstliche Geschmacksstoffe produzieren, einen genauso negativen Beitrag leisten wie das Spekulieren mit Mais oder Weizen.

  • In der Branche wird tatsächlich mit minderwertigen Lebensmitteln immens viel Geld verdient. Ich bin mittlerweile wieder umgestiegen auf Grundnahrungsmittel und habe alle Aktien und Anleihen aus dieser "Nahrungsmittelbranche" abgestoßen.

    Die Geschichte vom Schlaraffenland ist nämlich wahr und unwahr zugleich. Beim Verzehr dieser minderwertigen Lebensmittel bekommen Sie die Quittung beim Zahnarzt, beim Hausarzt und bei den vielen anderen Ärzten, die Sie konsultieren müssen. Nein, nicht schon mit 30 aber spätestens mit 50 wird es teuer. Doppelt und dreifach gezahlt hinterher.

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