Vermögensverwalter Max Schott

„Auch ein Dividenden-Aristokrat kann sich halbieren“

Die Dividendenrenditen sind längst höher als viele Anleiherenditen. Deshalb lohnt es sich oft, auf die Aktie eines Unternehmens zu setzen statt auf dessen Anleihe, weiß Vermögensverwalter Max Schott. Wo Chancen locken.
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Dividenden sind die neuen Zinszahlungen. Quelle: dpa

Dividenden sind die neuen Zinszahlungen.

(Foto: dpa)

Der Anlagenotstand ist angesichts homöopathischer Zinsen groß, vor allem bei konservativen Anlegern. Vermögensverwalter Max Schott erklärt, warum Dividendentitel ein Ausweg sind und Risikomanagement so wichtig ist. Der Mitinhaber der Stuttgarter Vermögensverwaltung Sand & Schott verrät, auf welche Kennzahlen Anleger achten sollten.

Vermögensverwalter Max Schott, Sand & Schott

Vermögensverwalter Max Schott, Sand & Schott

Herr Schott, sind Dividenden die neuen Zinsen?
Das kann man so sagen. Die Dividendenrenditen sind im Vergleich zu den aktuellen Zinsniveaus sehr attraktiv. Sie liegen deutlich über den Zinsrenditen.

Ist das eine Chance, den Deutschen die Aktie endlich näher zu bringen?
Auch konservative Anleger, die Aktien bisher gemieden haben, kommen an ihnen kaum noch vorbei, wenn sie nach Kosten und Steuern eine Rendite oberhalb der Inflation erzielen wollen. Der Anlagenotstand ist groß. Wer früher mit Tagesgeld oder Staatsanleihen gut gefahren ist, erwirtschaftet damit heute nach Abgeltungsteuer und Inflation negative Realrenditen.

Wie einfach ist es, diesen Anlegern Aktien ans Herz zu legen?
Mal schwerer und mal weniger schwer. Sie fragen natürlich nach Alternativen, suchen nach Konzepten, die ihrem Sicherheitsbedürfnis entsprechen, aber trotzdem positive Renditen bringen. Je nach Risikoneigung mischen wir dann mehr oder weniger Aktien bei. Dividendentitel sorgen dann oft für die regelmäßigen Kapitaleinkünfte, die Anleihen nicht mehr bieten.

Der jüngste Dax-Absturz zeigt aber einmal mehr, dass Aktionäre höhere Schwankungen verkraften müssen als Anleihekäufer. Teils sogar sehr hohe.

Der Dax hat in den vergangenen Wochen rund 1.500 Punkte oder 15 Prozent verloren. Das ist natürlich heftig, wenn man ohne Absicherung investiert ist.

Das machen Sie bei Ihrem Aktienfonds smart-invest Dividendum anders.
Wir setzen auf ein striktes Risikomanagement, bei dem wir einem festen System folgen. Wir messen die Stimmung an den Märkten und sichern unsere Positionen gegebenenfalls ab. Denn so verlockend die aktuellen Dividendenrenditen auch sind, auch ein Dividenden-Aristokrat kann sich im Kurs halbieren. Aristokraten sind Aktien solcher Unternehmen, die in den vergangenen 25 Jahren kontinuierlich die Ausschüttungen erhöht haben.

Hohe Dividenden, günstige Bewertung
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5 Kommentare zu "Vermögensverwalter Max Schott: „Auch ein Dividenden-Aristokrat kann sich halbieren“"

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  • Und mit einem Sparbuch ist er Gläubiger der Bank,
    mit einer Aktie Miteigentümer einer AG. Ein riesiger Unterschied.

  • Das kommt drauf an wie lange Sie anlegen.
    Ein solides grosses Unternehmen, schüttet seine Gewinne aus und verliert auch mal wie aktuell an Wert.
    Nur hat die Aktie in ein paar Jahren wieder ihren jetzigen Wert und die Dividende haben sie auch bekommen.
    Die Aktie ist zudem sicherer als ihr Tagesgeld. Das wird nämlich in Staatsanleihen angelegt und die waren die Auslöser der Finanzkrise.

  • Das kommt drauf an wie lange Sie anlegen.
    Ein solides grosses Unternehmen, schüttet seine Gewinne aus und verliert auch mal wie aktuell an Wert.
    Nur hat die Aktie in ein paar Jahren wieder ihren jetzigen Wert und die Dividende haben sie auch bekommen.
    Die Aktie ist zudem sicherer als ihr Tagesgeld. Das wird nämlich in Staatsanleihen angelegt und die waren die Auslöser der Finanzkrise.

  • Wieso fehlen die wichtigsten Frage in allen Interviews der "freien Presse"im plutokratischen Regime (ok, nur rhetorisch gemeint)?

    Wie sind ihre Fonds zur Zeit positioniert?
    Dürfen ihre Fonds überhaupt short sein? Wenn ja, welche? Wie groß ist deren Anteil am AUM?
    Werden Sie oder ihre Fondmanager für nichtinvestiertes Cash bezahlt?
    Wie groß ist der Anteil nichtinvestierten Geldes ihrer Firma?

    Es gäbe so viel Gutes, was der Gesetzgeber den Bürgern tun könnte, um sie vor dem parasitären Finanzsektor und den Propagandaausspielstationen zu schützen.

    Aber wie sagte der Demokrat Seehofer in einem Anfall von Ehrlichkeit in die Kameras: Diejenigen die gewählt sind, haben nichts zu bestimmen und diejenigen die bestimmen, sind nicht gewählt.
    Deshalb lieben die Parasiten im Hintergrund das was sie als "Demokratie" bezeichnen, so sehr. Und das Stimmvieh kapiert gar nicht, daß es ja gar keine Demokratie ist. So sind alle glücklich und zufrieden. :D

  • Immer wenn mit Dividenden geworben wird, ist das für mich ein Zeichen vorsichtig zu sein.
    Was bringen 3% Divis, wenn die Aktien 10%, 20% oder 30% fallen?

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