Vermögensverwalter setzen wieder auf zyklische Aktien
TecDax lässt Europafonds steigen

Die Aktien der kleinen und mittleren Unternehmen in Europa empfehlen viele Analysten wieder zum Kauf. Denn die Kurse im Nebenwerte-Segment steigen wieder. Und auch die Aktienfonds auf europäische Small- und Midcaps schaffen eine positive Wertentwicklung - zumindest auf Monatssicht. In den vergangenen zwölf Monaten mussten die Anleger allerdings Verluste von bis zu 55 Prozent hinnehmen.

FRANKFURT. Ganz oben in der Feri-Hitliste steht der W&W-Wachstum-Fonds von BW-Invest. Auf Zwölf-Monats-Sicht machte das Produkt dennoch rund 17 Prozent Verlust. Der Anlagefokus liegt in Aktien aus dem MDax und dem TecDax. Rund 75 der Aktien stammen aus Deutschland - ein echter Europafonds ist der W&W-Wachstum also nicht. Die Werte von Industrieausrüstern und aus der Technologie-Branche gewichtet der Fonds derzeit über. Neben der Solarbranche sollen auch IT- und Medizintechnik-Aktien für positive Wertentwicklung sorgen.

"Zyklische Aktien sollten sich künftig wieder besser entwickeln", sagt Tammo Greetfeld, Aktienstratege von der Unicredit. Dabei begründet er seine optimistische Prognose für den gesamten europäischen Aktienmarkt mit den bereits wieder steigenden Frühindikatoren. "Die Ifo-Erwartungskomponente zum Beispiel hat bereits im Dezember 2008 ihren Tiefpunkt erreicht und seit mehreren Monaten steigen die Sentiment-Indikatoren wieder", sagt Greetfeld. Jetzt müssten nur noch die Auftragseingänge wieder steigen: "Hier wurde mit den jüngsten Zahlen ein positiver Anfang gemacht - allerdings auch noch nicht mehr".

Ralf Walter vom Cominvest-Fund-Newtec glaubt der jüngsten Euphorie an den Aktienmärkten noch nicht und bleibt laut seinem aktuellen Kommentar vorsichtig aufgestellt: "Wir haben die defensive Ausrichtung durch Reduzierung im Pharmabereich leicht abgebaut und reinvestieren in ausgewählte Titel aus den Bereichen Investitionsgüter und Halbleiter."

Rund elf Prozent des Fondsvermögens und damit der größte Anteil sind in die Aktie von Solarworld investiert. Der Fondsmanager scheint überzeugt vom Kurspotenzial der hiesigen Solarzellen-Hersteller. Denn auch Q-Cells und SMA-Solar-Technology sind mit jeweils rund vier Prozent im Aktienkorb vertreten. Die Branche überzeugt aktuell zwar mit steigender Produktivität, die Auftragslage jedoch ist noch immer dünn. Für die europäischen Solarunternehmen jedenfalls ist noch kein Optimismus angebracht.

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