Vermögensverwalter spekulieren 2009 stärker auf Silber
Goldminenfonds verbuchen Verluste

Die weltweit fallenden Aktienmärkte bescherten den Goldfonds in den vergangenen zwölf Monaten durchweg Verluste. Denn die Papiere setzen statt auf den Rohstoff auf die Aktien von Explorern und Minenbetreibern. Und die boten den Spekulanten 2008 kaum mehr Sicherheit als andere Aktien.

FRANKFURT . Die insgesamt nur 13 in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Goldminen-Fonds verloren laut Feri-Jahresabrechnung durchschnittlich rund 36 Prozent an Wert.

Auf Platz eins der Hitliste steht der Market-Access-Amex-Gold-Bugs-Index-Fonds von ABN Amro. Der börsengehandelte Indexfonds (ETF) setzt auf insgesamt 15 Aktien internationaler Goldproduzenten. Deren Börsenkurs hängt stark vom aktuellen Preisniveau für den Spotpreis der Feinunze Gold ab.

"Besonders die großen Goldproduzenten Barrick und Goldcorp entwickelten sich im vierten Quartal 2008 besser als der Branchendurchschnitt", sagt Graham Birch, Fondsmanager des BGF-World-Gold-Fund. Sein Produkt verlor in den vergangenen zwölf Monaten knapp ein Drittel an Wert und landete im Fondsvergleich auf Platz fünf. In dem Dickschiff des Fondsspezialisten Blackrock sind derzeit mehr als drei Milliarden Euro investiert.

Neben dem Goldpreis beeinflusst auch die Preisentwicklung anderer Edelmetalle die Aktienkurse des Fonds. Claude Rivaud vom SGAM-Fund-Equities-Goldmines erhöhte gerade seine Position in Silver Wheaton. Das Unternehmen kauft Expertenangaben zufolge besonders günstiges Silber als Beiprodukt von Goldminenbetreibern auf. Für den Fondsmanager von der Société Générale scheint jetzt der Einstiegszeitpunkt gekommen: Denn die Aktie gab im vergangenen Januar deutlich nach, als die Konzernleitung eine Kapitalerhöhung von umgerechnet 225 Millionen Euro ankündigte.

In den kommenden Monaten rechnen Rohstoffstrategen mit einem weiter steigenden Silberkurs. Die Wertentwicklung könnte die des Goldes im laufenden Jahr sogar übertreffen. Doch auch die Feinunze Gold steht bei den Investoren 2009 hoch im Kurs. "Fundamental betrachtet bleibt das Goldangebot unter der Nachfrage - und das ist langfristig positiv für den Preis", sagt der Black-Rock-Fondsmanager Birch. "Der steigende Wohlstand in den Schwellenländern heizt die Schuckindustrie an, und die anhaltenden Finanzmarktturbulenzen sowie der Inflationsdruck dürften die Goldnachfrage zu Anlagezwecken beflügeln."

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