Vertrauen in das gelbe Metall
Dachfonds stocken Goldanteil auf

Für Rüdiger Geisler und Eckhard G. Jess brachten Schwellenländer in den vergangenen zwölf Monaten den Erfolg. Die beiden Dachfonds-Manager setzten unabhängig voneinander auf Zielfonds, die in Wachstumsregionen wie China, Osteuropa oder Lateinamerika investieren - und bewiesen damit den richtigen Riecher.

HB HAMBURG. Während der von Geisler betreute Inovesta Opportunity von Oppenheim Pramerica zwischen Oktober 2004 und September 2005 knapp 25 Prozent zulegte, erwirtschaftete Jess mit dem Beta Select von DJE Investment einen Zuwachs von rund 22 Prozent. Damit belegen sie in der Kategorie der ohne feste Anlagegrenzen für Aktien und Renten agierenden Dachfonds die Ränge zwei und sechs.

"Wir haben das enorme Wachstumspotenzial der Emerging Markets frühzeitig erkannt und darauf reagiert", erläutert Oppenheim-Berater Geisler seine Strategie.

Mit Neuinvestitionen hält sich Geisler auf dem aktuellen Niveau jedoch zurück. "Viele Märkte sind in der Vergangenheit bereits sehr gut gelaufen und daher überbewertet", gibt der Fondsberater zu bedenken. Deshalb hat er die Barreserve auf mittlerweile zwölf Prozent angehoben. Sehr positiv ist er dagegen weiter für Goldfonds wie den MLIIF World Gold gestimmt. Geisler: "Obwohl sich der Goldmarkt schon seit einiger Zeit in einem Aufwärtstrend befindet, ist er noch immer unterbewertet."

Auch Konkurrent Jess traut dem gelben Metall in Zukunft noch einiges zu. "Für unseren Fonds hat es sich bezahlt gemacht, frühzeitig auf Rohstoffe zu setzen", nennt der Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Dahm + Jess einen zweiten Grund für das gute Abschneiden des von ihm beratenen Beta Select. Den Anteil der bereits bestehenden Positionen MLIIF World Gold und DJE Gold und Ressourcen (derzeit rund 11 Prozent) will er deshalb weiter ausbauen. Ein Teil der aktuell noch bestehenden Barreserve in Höhe von 15 Prozent soll darüber nach Hongkong und Japan fließen. "Während wir in der Vergangenheit vor allem in japanische Nebenwertefonds investiert haben, hat sich das Blatt nun zugunsten von Standardwerten gewendet", erläutert der Vermögensverwalter. Eine Entwicklung, von der Jess durch den Kauf des Sirius Japan Opportunities und des Axa Rosenberg Japan Equity profitieren will.

Autorin: Kerstin Jaumann, Der Fonds

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