Verwalter sehen erst für Ende 2009 neue Chancen: Dramatische Verluste mit Schwellenländern

Verwalter sehen erst für Ende 2009 neue Chancen
Dramatische Verluste mit Schwellenländern

Die Wachstumsprognosen für die Schwellenländer bleiben Expertenangaben zufolge auch 2009 vergleichsweise schlecht. Selbst Regionen, die bis vor wenigen Monaten noch über ein geringes Aufwärtspotenzial verfügten, müssen ihre Erwartungen nach unten anpassen.

FRANKFURT. Entsprechend schlecht fällt die Feri-Jahresabrechnung für Schwellenländer-Fonds aus. So gewann 2008 kein einziges Produkt an Wert. Vielmehr weisen die insgesamt 138 Fonds einen Verlust von durchschnittlich knapp 54 Prozent aus (siehe Tabelle).

"Die schlechte Wertentwicklung von Schwellenländeraktien setzte sich im vierten Quartal fort, da die Risikobereitschaft der Anleger angesichts der anhaltenden Turbulenzen im weltweiten Finanzsektor praktisch versiegte", sagt Christopher Morrell, der Fondsmanager des Emerging-Markets-Alpha-Fund von JP Morgan. Das Produkt steht an der ersten Stelle in der Feri-Hitliste und konnte den Vergleichsindex immerhin um 13 Prozentpunkte schlagen. Denn Fondsmanager Morrell setzte früh genug gegen den Markt: "Die Erträge aus unserer Hedgingstrategie und die höhere Barposition des Portfolios trugen primär zur Performance bei." Zudem profitierte der Fonds von Anlageideen in China und in Israel. Für die kommenden Monate bleibt Morrell dennoch weiterhin skeptisch. Erst Ende 2009 rechnet er wieder mit weltweit steigenden Kursen. Und dann können auch die vergleichsweise langfristigen Wachstumstrends in den Schwellenländern wieder anspringen.

Die Schwellenländer-Fonds könnten dann von günstigen Einstiegskursen profitieren "Praktisch alle Bewertungskennzahlen der Schwellenländer sind inzwischen auf den Stand von 2002 gesunken, wenngleich die langfristigen Fortschritte weiterhin intakt sind", sagt Morrell.

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