Viele Bestseller beenden das erste Halbjahr mit Verlusten
Fonds enttäuschen Anleger

Das Jahr 2006 hat Fondsanlegern bisher dürftige Ergebnisse eingebracht. Die meisten Fondsgruppen beendeten das erste Halbjahr mit einer negativen Wertentwicklung. Den steigenden Kapitalmarktzinsen und vor allem den im zweiten Quartal schwachen Aktienmärkten konnten sich die professionellen Geldverwalter nicht entziehen. Ausnahmen gibt es meist unter den exotischen Fondsgruppen.

FRANKFURT. Überdurchschnittlich schnitten Fonds mit Schwerpunkt auf Gold und chinesischen Aktien ab, auch Nebenwertefonds in Europa schneiden gut ab. Für die Halbjahresbilanz hat das Fondsanalysehaus Feri Rating & Research rund 7 000 in Deutschland verkaufte Fonds in- und ausländischer Anbieter untersucht. In der Tabelle sind 38 wichtige Kategorien berücksichtigt. Sortiert sind die Fondsgruppen nach ihrer durchschnittlichen Wertentwicklung im ersten Halbjahr. Der jeweils erfolgreichste Fonds einer Gruppe wird zusätzlich genannt.

Auf Grund der insgesamt schwachen Entwicklung bei Aktien und Anleihen überrascht es wenig, dass die Gruppe der Goldfonds mit einer Rendite von knapp zwölf Prozent den Halbjahressieger stellt. Das Edelmetall profitiert in unruhigen Zeiten von seinem Image als „sicherer Hafen“. Auch Rohstoff- und Energieaktien waren in den oberen Rängen zu erwarten gewesen. Mit einem Plus von knapp sieben Prozent erreichten sie das fünftbeste Ergebnis aller Fondsgruppen. Für das nur einstellige Ergebnis sind laut Analyst Achim Backhaus von Feri Energieaktien verantwortlich, die zuletzt litten, während sich Rohstoffwerte stabil hielten.

Erstaunlich gut haben sich chinesische Aktienfonds gehalten. Die Fonds, die mit einem durchschnittlichen Plus von knapp zehn Prozent Rang zwei unter den Gruppen belegen, hätten in der Zeit der jüngsten Aktienmarkt-Turbulenzen einmal mehr bewiesen, dass „China anders tickt als der Rest der Welt“, sagt Backhaus. Auf Zwölfmonats-Sicht hätten die Werte jedoch unter der Sorge um die Stabilität des Wachstums im Land gelitten, dafür seien die Aktienkurse 2006 bisher weniger stark gefallen. Goro Fukami, der Fondsmanager des Fonds mit der besten Wertentwicklung über alle Kategorien, des Callander Fund China Universe, hält das Umfeld für Aktien in China auch weiterhin für „stabil und attraktiv“.

Europäische Nebenwerte seien zu Beginn des Jahres extrem gut gelaufen und hätten die Large Caps in Europa und auch den US-Aktienmarkt in den Schatten gestellt, sagt Backhaus. Ergebnis: Immerhin neun Prozent Plus in einem Umfeld magerer Aktienrenditen. Zum Vergleich: Fonds mit internationalen Aktien haben in diesem Jahr im Durchschnitt noch quasi nichts verdient.



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