Viele Fondsgesellschaften sind nicht vorbereitet
Umstellung der Rechnungslegung: Die Zeitbombe tickt bereits

Die deutsche Wirtschaft steht vor einer teifgreifenden Umstellung der Rechnungslegung. Viele institutionelle Kunden deutscher Fondsgesellschaften werden zukünftig auf die Rechnungslegung IFRS umsatteln. Die Fondsindustrie ist darauf aber nur unzureichend vorbereitet. Dabei bietet die Umstellung druchaus Chancen.

HB DÜSSELDORF. Zahlreiche institutionelle Kunden deutscher Fondsgesellschaften werden in absehbarer Zeit auf den Rechnungslegungsstandard IFRS umstellen. Das wirkt sich auf die Bewertung, die Struktur und die Verwaltung der Vermögenswerte der betroffenen Versicherungen, Banken und Industrieunternehmen aus. Bisher reagiert die heimische Fondsindustrie nur langsam, obwohl mit dieser Entwicklung eine ganze Reihe von Chancen und Risiken verbunden sind. Die Zurückhaltung verwundert vor dem Hintergrund, dass mehr als zwei Drittel (320 Mrd. Euro) des in Deutschland in Spezialfonds verwalteten Vermögens betroffen ist.

Der Zeitplan für die Umstellung der Bilanzen auf den Rechnungslegungsstandard IFRS ist klar festgelegt: Börsennotierte Unternehmen müssen bis 2005 umstellen, anderweitig am Kapitalmarkt tätige Unternehmen bis 2007. Darüber hinaus ist die Darstellung der Bilanz nach IFRS mit einem Vergleichsjahr erforderlich, die Datenerfassung müsste also für die 2005-Kandidaten schon längst begonnen haben.

Welche Chancen und Risiken ergeben sich durch diese Veränderungsprozesse bei den Kunden der Fondsgesellschaften? Im Wesentlichen stechen bei dieser Betrachtung zwei Aspekte ins Auge: Die Bewältigung der komplexen technischen Umsetzung der IFRS-Berichterstattung erfordert enorme Investitionen in Infrastruktur und Technologie und der Trend zur internationalen Vereinheitlichung stellt das deutsche Konstrukt des Spezialfonds in Frage.

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