Viele institutionelle Investoren prüfen noch, inwieweit sie ihr Portfolio umschichten
Deutsche Hedge-Fonds werden nur zögerlich starten

In etwa fünf Wochen kommen die ersten deutschen Hedge-Fonds auf den Markt. Ein Run auf die neuen Produkte ist aber zunächst nicht zu erwarten. Viele institutionelle Anleger wollen sich die neuen Angebote erst einmal genauer ansehen.

FRANKFURT/M. Auf mittlere Sicht dürften sie ihr Geld allerdings stärker in Hedge-Fonds investieren. Diese Einschätzung wird durch die neueste Umfrage der Ratingagentur für Asset-Management-Firmen, RCP & Partners, gestützt.

Die Agentur befragte Ende vergangenen Jahres 70 institutionelle Investoren mit einem Anlagevolumen von etwa 170 Mrd. Euro. Diese Anleger waren im Schnitt per Ende 2003 mit lediglich 0,3 % ihrer Mittel in Hedge-Fonds investiert. „Das ist bei einer Momentbetrachtung zwar nicht ermutigend“, sagt RCP-Geschäftsführer Frank Wehlmann. Aber Hedge-Fonds seien in Deutschland erst seit Jahresanfang mit Inkrafttreten des Investmentmodernisierungsgesetzes erlaubt. Vorher konnten Investoren ihr Geld nur indirekt in ausländische Hedge-Fonds stecken. Deshalb sind für Wehlmann auch die Plandaten wichtiger: „77 Prozent der Befragten beschäftigen sich mit dem Thema, 26 Prozent wollen bei Neuanlagen ernsthaft über ein Engagement nachdenken.“

Der RCP-Mann ist auf Basis der Absichtsbekundungen „vorsichtig optimistisch“. Er rechnet mit einer Aufstockung der aktuellen Portofolioquoten auf durchschnittlich 5 % im nächsten Jahr. Gemessen am deutschen Spezialfondsvolumen von rund 500 Mrd. Euro würde dies einem Betrag von 25 Mrd. Euro entsprechen. Das Beratungsunternehmens Mercer Management Consulting schätzt, dass diese Zahl innerhalb von fünf Jahren auf 85 Mrd. Euro ansteigen wird.

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