Viele Strategien sind möglich – Manager kaufen Aktien auf Pump, verkaufen leer oder spekulieren mit Derivaten
Hedge-Funds-Manager dürfen fast alles

Mit Hochdruck arbeiten die deutschen Banken und Investmentgesellschaften an den ersten Hedge-Funds-Produkten. Das neue Investmentmodernisierungsgesetz macht es möglich, die neuen Produkte seit Anfang dieses Jahres am Markt anzubieten.

FRANKFURT/M. Für das Finanzwesen in Deutschland bricht damit eine neue Ära an. Die Aufbruchstimmung erinnert an jene Zeiten, als die heute unter dem Namen Eurex firmierende Deutsche Terminbörse vor fast 15 Jahren an den Start ging.

Das Spannende an Hedge-Funds: Sie realisieren in einem komplexen Finanzmarkt-Universum in sämtlichen liquiden Märkten ausgeklügelte, dynamische Handelsstrategien mit allen möglichen Anlageformen.

Das Rad haben die Manager der innovativen Kapitalsammelstellen freilich nicht neu erfunden. Denn wirklich neu ist diese Anlageklasse nicht: In den USA existieren Hedge-Funds bereits seit mehr als 50 Jahren.

Der erste Hedge-Funds wurde im Jahr 1949 von A. W. Jones aufgelegt. Um das Marktrisiko zu reduzieren, kombinierte er kreditfinanzierte Aktien, deren Wert bei positiver Marktentwicklung steigen würde, mit Short-Positionen (Spekulation auf sinkende Kurse). Diese zweite Strategie würde positive Erträge erwirtschaften, wenn sich die Börse negativ entwickeln würde. Auf diese Weise hatte er sein Investment „gehedgt“ (abgesichert). Jones beteiligte sich mit 20 % am Gewinn und investierte zudem sein eigenes Kapital in den Funds.

Die Hedge-Funds haben in ihrer Ursprungsform nichts mit den bekannten Investmentfonds gemeinsam. Sowohl hinsichtlich ihrer Rechtsform und ihrer Organisation als auch in ihrer Ausrichtung sind die meist in den angelsächsischen Ländern und in den Steueroasen der Welt beheimateten typischen Hedge-Funds anders aufgestellt als die klassischen Investmentfonds in Deutschland.

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