Viele vorwiegend auf Rentenpapiere ausgerichtete Mischfonds übertreffen ihren Vergleichsindex: Oppenheim setzt auf Türkei-Anleihen

Viele vorwiegend auf Rentenpapiere ausgerichtete Mischfonds übertreffen ihren Vergleichsindex
Oppenheim setzt auf Türkei-Anleihen

Die Bilanz macht Hoffnung: Viele defensiv gemanagte und damit vorwiegend auf Anleihen ausgerichtete Mischfonds übertreffen den Vergleichsindex.

HB/Dow Jones FRANKFURT/M. In der Jahresbilanz 2004 ragen zwei Produkte mit guter Performance heraus. Es sind der OP Bond Euro Plus der Investmentgesellschaft des Bankhauses Oppenheim und der Dit-Allianz Flexi-Rentenfonds (Tabelle). Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer des unabhängigen Fondsvermögensverwalters SJB FondsSkyline, hat eine gute Meinung zu den Produkten. „Die Aktienquote handhaben die beiden Fondsmanager wie ein Druckventil. Geraten die Rentenkurse unter Druck, wird die Aktienquote erhöht.“ Das habe sich ausgezahlt.

Carmen Daub, Fondsmanagerin bei der Investmenttochter von Oppenheim, setzt aktuell auf einen Mix aus Osteuropabonds und Aktien des Euro Stoxx 50. Beim Aktienanteil bilde sie den Index für Euroland-Standardwerte weitgehend nach. Der Anteil von 25 Prozent spiegele ihre positive Meinung für Aktien wider: „Bei der Übergewichtung soll es vorerst auch bleiben.“ Im Rentenbereich, den sie im Gegensatz zum Aktienbestand aktiv manage, habe sie Mitte Dezember Türkei-Anleihen gekauft. „Mit der Zustimmung zu EU-Beitrittsverhandlungen gibt es in der Türkei jetzt die gleichen Anpassungsprozesse wie Ende der Neunziger etwa in Rumänien und Bulgarien.“ Bewusst nicht abgesichert habe sie die 45 Prozent der Mittel, die in Anleihen in Lokalwährungen wie ungarische Forint, polnische Zloty, Tschechen- oder Slowaken-Krone investiert sind.

Thorsten Winkelmann, Fondsmanager des zweitplatzierten Dit-Allianz Flexi Rentenfonds, hält sich dagegen aus Währungswetten heraus. „Die Währungspositionen sind weitgehend abgesichert, etwa die vier Anleihen in Schweden-Kronen, die zusammen rund fünf Prozent des Fondsvolumens ausmachen.“ Mit Investments in der Türkei will er im Gegensatz zu Oppenheim-Managerin Daub warten: „Die Risiken sind mir noch zu hoch.“ Auch bei den Emittenten gehe er lieber mit Staatsanleihen auf Nummer sicher. „Der Renditevorteil von Firmenanleihen ist deutlich abgeschmolzen“, sagt er. Deshalb favorisiere er derzeit Aktien - wenn auch mit Vorsicht. „Über den Jahreswechsel habe ich die positiven Kursbewegungen mitgenommen und danach den Anteil auf 19 Prozent gesenkt.“ Der Fokus liege auf Euro-Stoxx-50-Werten, doch mit aktiven Wetten.

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