Vier von elf Produkten verfehlen ihr Ziel des Kapitalerhalts
Absolute-Return-Fonds enttäuschen Anleger

Anleger, die in einen Absolute-Return-Fonds investieren, erwarten vor allem eines: die Vermeidung von Verlusten. Diesen Anspruch erfüllen derzeit jedoch nicht alle Fonds dieser Bauart, die Gewinne in allen Marktlagen verheißen. Dies ergibt die jüngste Auswertung von elf Produkten durch Feri Rating & Research.

HAMBURG. So rutschten vier Produkte in den vergangenen zwölf Monaten ins Minus, darunter der OP Bond Global Opportunities, der einen Wertverlust von 0,86 Prozent verbuchte. Fondsmanager Thomas Olbrich führt das schlechte Abschneiden vor allem auf die ungünstige Entwicklung des Fonds Ende 2005 und in den ersten sechs Monaten dieses Jahres zurück. "Der Fonds war in diesem Zeitraum zu oft prozyklisch investiert", räumt der Oppenheim-Pramerica-Manager ein. Zudem seien seine Wetten auf steigende Kurse von Rentenpapieren aus den europäischen Konvergenzländern sowie Mexiko nicht aufgegangen. Im dritten Quartal dieses Jahres lief es hingegen besser: "Der Fonds legte in diesem Zeitraum unter anderem wegen der günstigen Entwicklung einiger Fremdwährungspositionen um 1,96 Prozent zu", erläutert der Fondsmanager, der aktuell rund die Hälfte des Portfolios in Kurzläufern investiert hat.

Diese Gewichtung weist auch der Uniqa Total Return auf, der mit einem Wertzuwachs von 7,13 Prozent derzeit an der Spitze seiner Vergleichsgruppe steht. Anders als beim OP Bond Global Opportunities ist das Anlageuniversum des bei der österreichischen Constantia Privatbank aufgelegten Produkts nicht auf Renten beschränkt. Uniqa-Manager Günter Ferstl betreut den Fonds gemeinsam mit Reinhard Ploder und Brigitte Kellerer-Wendelin.

Das Managertrio steuert die Aktienquote vor allem über dynamische Stopp-Loss-Marken für die jeweiligen Einzeltitel. Die höchste Quote wurde Ferstl zufolge im Juni 2003 mit 60 Prozent erreicht, seit April dieses Jahres ist das Team dagegen deutlich defensiver investiert: "Im Zuge der Kursrückgänge im Mai und Juni wurden zahlreiche Stopp-Loss-Marken erreicht, so dass sich die Aktienquote bis August auf zwölf Prozent reduziert hat", erläutert Ferstl.

Seit August hat das Team die Quote jedoch wieder leicht ausgebaut; aktuell liegt sie bei 20 Prozent, verteilt auf 24 europäische Einzeltitel. Sowohl auf der Renten-, als auch auf der Aktienseite gibt sich Ferstl vorsichtig: "Aufgrund der Abschwächung der US-Wirtschaft durch die Zurückhaltung der amerikanischen Konsumenten sehen wir keine allzu großen Kurszuwächse an den globalen Aktienmärkten", sagt Ferstl, der daher vorerst nicht mit einer deutlichen Erhöhung der Aktienquote rechnet. Beim Rentenanteil am Portfolio will das Fondsmanagertrio vorerst weiterhin auf Kurzläufer und Geldmarktpapiere setzen, da es mit einem Anstieg des Zinsniveaus in der Euro-Zone rechnet.

Autorin: Claudia Lindenberg, Der Fonds

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