Volumen wieder unter einer Milliarde
DWS-Fonds schwächelt

Mit dem Höhenflug des DWS-Fonds scheint es vorbei zu sein: Der einstige Senkrechtstarter ist mit einem Minus von über 20 Prozent auf den drittletzten Rang im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich abgerutscht. Entscheidend für die Flaute sind die Nebenwerte.

HAMBURG. Der DWS Aktien Strategie Deutschland, Anfang 2006 gerade 300 Mill. Euro schwer, gehört seit Mitte 2007 zu den zehn größten Fonds, die überwiegend in deutsche Standardwerte investieren. Mit dem Höhenflug scheint es jedoch zunächst einmal vorbei zu sein: Im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich der Deutschland-Schwergewichte rutschte der einstige Senkrechtstarter mit einem Minus von 20,22 Prozent auf den drittletzten Rang ab. Auch die Mittelabflüsse (283 Mill. Euro seit Jahresbeginn) sind deutlich höher als bei den neun Vergleichsfonds, jetzt liegt das Volumen wieder bei unter einer Mrd. Euro.

Fondsmanager Henning Gebhardt führt den ungewohnten Abstand zur Konkurrenz und zum Vergleichsindex H-Dax in erster Linie auf die defensive Positionierung zurück, die den Fonds im Juli, als Bankwerte deutlich anzogen, Performance gekostet habe. Auch der mehr als 20-prozentige Kursanstieg der VW-Aktie ging am DWS Aktien Strategie Deutschland weitgehend vorbei. "Dort sind wir stark untergewichtet, weil wir den Kursanstieg kaum nachvollziehen können", erklärt Gebhardt. Daher rutschte der zu 40 Prozent in Nicht-Dax-Titel investierte Fonds um 3,87 Prozent ab.

An seiner Vorliebe für Nebenwerte hält Gebhardt fest: "Dort finden wir Unternehmen, die überdurchschnittliches Kurspotenzial bieten." Zu seinen größten Positionen gehören Solarworld und Solon, während Finanztitel weniger als vier Prozent ausmachen.

Im FT Frankfurt-Effekten-Fonds von Frankfurt-Trust, der über zwölf Monate hinter dem I-Shares Dax den zweiten Platz belegt, machen Finanzwerte dagegen rund 21 Prozent aus. Gegenüber dem von FT-Manager Stephan Thomas als Vergleich genutzten Leitindex entspricht das einer Untergewichtung von lediglich etwas mehr als einem Prozentpunkt. "Ohne Finanztitel findet der Markt nicht zu neuen Höhen", erklärt Thomas, dessen Portfolio zu 87 Prozent aus Dax-Werten besteht.

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