Vorabmeldung des Wirtschaftsmagazins "Capital"
US-Lebensversicherungsfonds droht Unheil vom Fiskus

Die Finanzverwaltung will einem Pressebericht zufolge die Ausschüttungen von geschlossenen Fonds mit so genannten gebrauchten US-Lebensversicherungen voll besteuern.

HB KÖLN. Die Steuerexperten von Bund und Ländern seien der Auffassung, dass diese Produkte nicht vermögensverwaltend, sondern gewerblich tätig seien, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Vorabmeldung des Wirtschaftsmagazins "Capital". Dabei beruft sich das Blatt auf das Protokoll eines Treffens der Referenten von Bund und Ländern.

Sollten die Ausschüttungen voll besteuert werden, dürften sich die Renditen dem Bericht zufolge in vielen Fällen halbieren. Beteiligungen an US-Lebensversicherungsfonds sind laut "Capital" unter deutschen Anlegern derzeit heiß begehrt. Seit Anfang des Jahres seien rund 300 Mio USD in solche Produkte geflossen, die Prospekte der 15 Anbieter am deutschen Markt versprächen Erträge von bis zu 15%.

Das Konzept beruht dem Blatt zufolge darauf, dass Fondsmanager auf dem Zweitmarkt in den USA Lebensversicherungen, die mit deutschen Risiko-Policen vergleichbar seien, weit unter Ablaufleistung aufkauften. Sterbe der Versicherte, zahle die Gesellschaft an den Fonds.

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