Vorliebe für Titel aus der zweiten Reihe
Fondsmanager setzen weiter auf deutsche Aktien

Mit einem Wertzuwachs von mehr als 30 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten präsentiert sich der Adig Fondak auch 55 Jahre nach seiner Gründung in Top-Form. Von den zehn volumenstärksten Fonds für deutsche Aktien erzielte kein anderer ein besseres Ergebnis, unter allen 96 Angeboten dieser Kategorie reichte es immerhin zu Rang 16.

HB HAMBURG. Dabei profitiert Adig-Managerin Heidrun Heutzenröder wie bereits in den Vormonaten von der vergleichsweise hohen Gewichtung von nicht im Dax notierten Werten. Knapp 55 Prozent des Fondsvermögens stecken derzeit in MDax-Titeln, mit einem Anteil von 5,5 Prozent gehört das Luft- und Raumfahrtunternehmen EADS derzeit sogar zu den fünf größten Positionen.

Die Vorliebe für Titel aus der zweiten Reihe bedeutet jedoch nicht, dass Heutzenröder für die großen Standardwerte kein Potenzial mehr sieht. Bis auf Infineon sind mittlerweile wieder alle im Dax gelisteten Unternehmen im Portfolio des Fondak vertreten. Lediglich die Deutsche Telekom hat Heutzenröder mit einem Anteil von nur einem Prozent deutlich untergewichtet.

Angesichts der mit einem Regierungswechsel zu erwartenden Veränderungen traut die Adig-Managerin dem Dax bis zum Jahresende durchaus noch ein Plus von zehn oder sogar 20 Prozent zu: „Die positiven Auswirkungen dürften alle Branchen erfassen. Einzig Konsumwerte könnten wegen der geplanten Anhebung der Mehrwertsteuer unter Druck geraten.“

Reinhard Pfingsten sieht den Dax am Jahresende bei 5 500 Punkten. Der Leiter der Portfoliokonstruktion Aktien bei der Sparkassen-Tochter Deka zeichnet formell für den aktuell auf Rang 52 liegenden Dekafonds verantwortlich. Seinen Optimismus begründet Pfingsten nicht allein mit der bevorstehenden Wahl: „Vor allem ausländische Investoren sind an der Restrukturierung der deutschen Unternehmenslandschaft interessiert. Das belegen die zahlreichen Transaktionen im laufenden Jahr.“ Dieser Trend werde sich auch fortsetzen, wenn die Wahlen anders als erwartet ausgingen.

Als Begründung dafür, warum der mit einem Volumen von 4,2 Mrd. Euro größte Fonds für deutsche Aktien dem Adig Fondak im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich um sechs Prozentpunkte hinterherhinkt, nennt Pfingsten unter anderem den stärkeren Fokus auf Standardwerte: „Derzeit sind lediglich rund 20 Prozent des Fondsvermögens außerhalb des Dax-Universums investiert.“ Mit 8,6 Prozent ist Siemens am stärksten im Portfolio vertreten, gefolgt von Allianz und Deutscher Bank mit 7,1 und 6,9 Prozent.

Die Nähe zum Leitindex teilt der Dekafonds mit vielen Mitbewerbern. Speziell im Zwölf-Monats-Bereich unterscheiden sich die erzielten Ergebnisse deshalb kaum voneinander: Zwischen dem auf Rang 40 liegenden Indexfonds Dax ex von Indexchange und dem DekaLux Deutschland TF auf Rang 66 beträgt die Differenz weniger als 1,5 Prozentpunkte.

Autorin: Claudia Lindenberg, Der Fonds

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