Vorzeigeaktie hinkt noch hinterher
SAP-Aufholjagd mit Puffer

Rund 20 Prozent liegt der Dax seit Jahresbeginn im Plus. Ein Börsenaufschwung, den fast alle deutschen Standardwerte tragen - außer SAP. Ausgerechnet das ehemalige Vorzeigepapier hinkt weit hinterher und rangiert mit Kursen um 37 Euro fast zehn Prozent unter Jahresanfang. Dabei gibt es durchaus Argumente für eine Aufholjagd.

So rücken in den Vereinigten Staaten seit einigen Wochen Technologiepapiere vermehrt ins Visier der Käufer - der Nasdaq-Index verkraftete die jüngsten Turbulenzen besser als das allgemeine Barometer Dow Jones. Zudem ist SAP auf gutem Weg, in mittelständischen Unternehmen neue Kunden zu gewinnen. Mit dem amerikanischen Partner Sungard soll der Markt für Bankensoftware erobert werden. Optimisten wie die Deutsche Bank oder die Citigroup rechnen für SAP Kursziele von 50 Euro und mehr hoch. Skeptiker wie die französische Société Générale warnen allerdings, dass eine mögliche Abschwächung der US-Wirtschaft den Softwarekonzern empfindlich treffen könnte.

Während SAP-Aktionäre Kursschwankungen ungefiltert hinnehmen müssen, lassen sich mit Zertifikaten Sicherungen einbauen. Für etwa den gleichen Preis wie die Aktie gibt es Bonuszertifikate mit einer unteren Barriere von 27 Euro und einer obere Schwelle von 37 Euro. Der Clou: Diese Zertifikate bieten einen Puffer von 28 Prozent und haben dennoch ein unbegrenztes Gewinnpotenzial. Verantwortlich dafür ist die weit unten angesetzte Barriere bei 27 Euro. Sie liegt noch ein Stück unter den Tiefstkursen der SAP-Aktie in den vergangenen drei Jahren.

Solange SAP über 27 Euro bleibt, gibt es am Ende der Laufzeit 37 Euro zurück - also praktisch den Einsatz. Da die Gewinne nach oben nicht gedeckelt sind, zieht das Zertifikat im Fall einer SAP-Hausse ungebremst mit. Nachteil dieser Papiere: Treten die Aktien auf der Stelle, gibt es gerade mal den Einsatz zurück; und sollte SAP gar unter 27 rutschen, sausen die Zertifikate im Gleichschritt hinterher.

Einen Ausweg bieten Discounts. Diese Zertifikate erschließen einen günstigeren Einstieg, kappen dafür aber den Gewinn. Wer vorsichtig ist, bekommt über eine Obergrenze bei 30 Euro einen Sicherheitspuffer von 31 Prozent. Das Potenzial ist dann zwar auf gut 15 Prozent beschränkt. Dafür genügt es aber, dass die SAP-Aktie am Laufzeitende bei 30 Euro notiert.

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