Währung auf Höchststand
Inflation belastet Chinas Aktienmärkte

Die chinesische Währung ist im März auf ein neues Rekordhoch von 7,0252 Renminbi je Dollar gestiegen. Das ist der höchste Stand seit dem Ende der festen Anbindung der chinesischen Währung an den Dollar vor drei Jahren. Kontrakte am Terminmarkt zeigen, dass Händler in den kommenden zwölf Monaten von einem weiteren Anstieg auf 6,3295 Renminbi je Dollar ausgehen.

"HAMBURG. Gleichzeitig stieg die Inflationsrate in China im März auf 8,7 Prozent. Das ist der höchste Wert in den vergangenen elf Jahren. China hat ein wirkliches Inflationsproblem", sagt Laura Luo. Die Managerin der britischen Investmentgesellschaft Schroders rechnet deshalb mit einer noch schnelleren Aufwertung des Renminbi. Der Wertentwicklung des von ihr betreuten Schroder ISF China Opportunities haben die Probleme bislang nicht geschadet: Mit einem Zwölf-Monats-Plus von 34,94 Prozent liegt er an der Spitze aller in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen China-Aktienfonds (siehe Tabelle). Im Durchschnitt schaffte die Konkurrenz nur einen halb so hohen Zuwachs. "Wir bleiben defensiv positioniert", erklärt Luo die erfolgreiche Strategie des im Februar 2006 aufgelegten Fonds.

Stärkster Wert im 653 Mill. Euro schweren Portfolio ist die Mobilfunkgesellschaft China Mobile mit einem Anteil von 9,8 Prozent. Es folgen die Energiekonzerne CNOOC mit 5,5 Prozent und Petro China mit 4,5 Prozent. "Angesichts der jüngsten Kursstürze sehen jedoch auch Banken interessanter aus", sagt Luo. Sie sollten vom Anziehen des Kreditwachstums profitieren. Für weniger aussichtsreich hält die Schroders-Managerin derzeit Aktien der großen chinesischen Versicherungen.

"Wir sind sehr optimistisch für den Bankensektor", sagt auch Allan Christensen. Mit einem Anteil von 22 Prozent entsprechend hoch hat der Manager des auf Rang sieben liegenden Jyske Invest Chinese Equity den Sektor in seinem Portfolio gewichtet. Auch dort ist China Mobile mit einem Anteil von 11,2 Prozent die größte Position. Christensen erwartet, dass es am chinesischen Aktienmarkt kurzfristig zu weiteren starken Kursschwankungen kommt. Dabei sollte die nächste Woge wieder aufwärts gerichtet sein. Um davon zu profitieren, hat der Däne sein Fondsportfolio mittels Optionen gehebelt, so dass er derzeit zu 112 Prozent im chinesischen Markt investiert ist. Auch langfristig billigt er dem Markt großes Potenzial zu.

Deutsche Anleger können sich am Jyske Invest Chinese Equity zwar ab 5000 Euro beteiligen, aktiv vertrieben wird er hierzulande aber nicht. Dementsprechend schwierig dürfte es für Interessenten sein, nach dem Kauf aktuelle Informationen über den nur 41 Mill. Euro schweren Fonds zu erhalten.

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