Währungsgesicherte Fonds liegen vorn
Japanische Nebenwerte setzen zur Trendwende an

Anfang dieses Jahres wurden die Anleger von Aktienfonds mit Fokus auf japanischen Nebenwerten auf eine harte Nervenprobe gestellt.

HAMBURG. Der Bilanzskandal des Internetunternehmens Livedoor riss die Kurse in diesem Anlagesegment in die Tiefe, wovon sich der Markt für Aktien aus der zweiten Reihe monatelang nicht erholte. So büßte der Nebenwerte-Index Topix Second Section zwischen Januar und August auf Yen-Basis rund 17 Prozent ein, während der Standardwerteindex Topix im gleichen Zeitraum um lediglich zwei Prozent nachgab. Europäischen Anlegern bescherte die Schwäche des Yen, der gegenüber dem Euro in den ersten acht Monaten des Jahres mehr als sieben Prozent verlor, zudem auch noch Währungsverluste.

Angesichts dieses ungünstigen Marktumfelds fällt die Zwölf-Monats-Bilanz des CS Equity Small Cap Japan mit einem Wertzuwachs von 22,50 Prozent (s. Tabelle) überraschend gut aus. Möglich wurde dieses Ergebnis, weil viele japanische Nebenwerte im vergangenen Herbst eine beeindruckende Rally hingelegt hattenen und Fondsmanager Kunio Tomiyama die Verluste zwischen Januar und August auf vergleichsweise moderate zehn Prozent begrenzen konnte. Zudem handelt es sich beim Spitzenreiter um einen währungsgesicherten Fonds.

Nach Einschätzung Tomiyamas sind die jüngsten Kurskorrekturen weitgehend abgeschlossen und erste Tendenzen für eine Markterholung erkennbar. "Zwischen April und Juli hatten viele Unternehmen ihre Gewinnerwartungen nach unten korrigiert. Seitdem hat sich das Blatt gewendet, und die positiven Korrekturen der Gewinnprognosen nehmen zu", sagt der Credit-Suisse-Manager. Trotz teils zweistelliger Gewinnerwartungen seien viele Aktien zudem nach wie vor unterbewertet und böten daher einiges Aufwärtspotenzial.

Ähnlich optimistisch äußert sich Shunshuke Matsushima. Er managt den Parvest Japan Small Cap Hedged von BNP Paribas, der mit einem Wertzuwachs von 18,56 Prozent das zweitbeste Ergebnis seiner Vergleichsgruppe erzielte und wie der Spitzenreiter währungsgesichert ist. Matsushima sieht für die kommenden Monate gute Chancen, dass die Aktienkurse dieser Unternehmen stärker anziehen als die der Standardwerte, die seit Jahresbeginn bislang weit weniger unter Druck geraten sind. Die Aussichten für Japans Wirtschaft beurteilt der Parvest-Manager aber nur verhalten positiv. "Die Abschwächung der US-Konjunktur und damit der Weltwirtschaft wird sich leicht negativ auf Japans Ökonomie auswirken", gibt Matsushima zu bedenken. Aufgrund niedrigerer Arbeitslosenzahlen seien die Einkommen der Haushalte und die Konsumausgaben jedoch im Steigen begriffen, was den negativen Impuls aus Übersee weitgehend ausgleichen werde.

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