Wegen Fluchtgefahr
Mutmaßliche S&K-Anlagebetrüger bleiben in Haft

Die Hauptbeschuldigten im Fall S&K bleiben in Untersuchungshaft. Nach Angaben des Frankfurter Gerichts besteht Fluchtgefahr. Den Männern wird vorgeworfen, Anleger um mehr als 200 Millionen Euro geprellt zu haben.
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FrankfurtIm Fall des millionenschweren Anlagebetrugs um die Immobiliengruppe S&K bleiben die Hauptbeschuldigten in Untersuchungshaft. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main beschloss, dass Fluchtgefahr bestehe und sie deshalb in Haft bleiben müssen, wie das Gericht am Montag mitteilte. Neben den beiden S&K-Geschäftsführern Stephan Schäfer und Jonas Köller betrifft dies fünf weitere Beschuldigte. Nur ein 71-Jähriger kommt gegen Zahlung einer Kaution und Auflagen frei.

Die Einschätzung des Gerichts kommt nicht von ungefähr. Vor einigen Monaten hatte Stephan Schäfer versucht, aus dem Frankfurter Landgericht zu fliehen. Er stürzte sich, mit Handschellen gefesselt, aus einem Fenster im erste Stock und verletzt sich dabei schwer. Der 34 Jahre alte Häftling musste in ein Krankenhaus gebracht und operiert werden. Er war aus dem Gefängnis in Weiterstadt zu einem Zivilprozess gegen eine der S&K-Gesellschaften als Geschäftsführer vorgeladen worden.

Den Männern wird vorgeworfen, Anleger um insgesamt mehr als 200 Millionen Euro geprellt zu haben. Die acht mutmaßlichen Hauptverantwortlichen sitzen seit Februar in Untersuchungshaft. Insgesamt wird den Angaben zufolge gegen mehr als 80 Beschuldigte ermittelt. Anklage ist noch nicht erhoben worden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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