Weitere Kursgewinne prognostiziert
Fonds mit Minenaktien legen zweistellig zu

Mit dem bisherigen Jahreshöchststand von 527,40 Dollar stieg der Goldpreis Mitte Dezember auf das höchste Niveau seit 24 Jahren – eine Entwicklung, von der insbesondere Goldminenfonds profitieren.

HAMBURG. Allen voran der SGAM Equities Gold Mines der französischen Société Générale Asset Management: Der 1988 aufgelegte Fonds erzielte in den vergangenen zwölf Monaten ein Plus von 25 Prozent und liegt damit an der Spitze seiner Vergleichsgruppe (siehe Tabelle).

Trotz der guten Wertentwicklung ist der seit 1998 in Deutschland zum Vertrieb zugelassene SGAM-Fonds vielen Anlegern offensichtlich noch kein Begriff, das Volumen beträgt lediglich 16 Mill. Euro. Um das zu ändern, gründeten die Franzosen im vergangenen Frühjahr eine neue Vertriebsgesellschaft, die den Bekanntheitsgrad ihrer Fonds in Deutschland erhöhen soll.

Der von Claude Rivaud gemanagte Goldfonds investiert derzeit in Minengesellschaften in Kanada, Nordamerika, Großbritannien und Australien. Werte aus Südafrika hat er dagegen untergewichtet. Dort sei die Produktion in den vergangenen zehn Jahren um 30 Prozent zurückgegangen, sagt Rivaud. Dadurch habe sich auch die Profitabilität verringert. Aktuell befinden sich 45 Titel im Portfolio, zu den größten Positionen gehören Placer Dome, Goldcorp und Barrick Gold.

Auf diese Werte setzt auch Graham Birch, der im zweitplatzierten MLIIF World Gold von Merrill Lynch 2,3 Mrd. Euro verwaltet. „Die Angebots-Nachfrage-Struktur bei Gold präsentiert sich in diesem Jahr so günstig wie schon lange nicht mehr“, begründet Birch die jüngste Rally. Das Missverhältnis aus stark steigender Nachfrage – insbesondere von Seiten der Schmuckindustrie – und der sinkenden Produktion lasse auch für 2006 einen steigenden Goldpreis erwarten.

Eine Einschätzung, die Matthias Reinhardt teilt. Der Geschäftsführer des unabhängigen Finanzdienstleisters Reinhardt & Foldenauer in Freiburg sieht den Preis in den kommenden zwölf Monaten in einer Spanne zwischen 600 und 750 Dollar je Unze – mit entsprechenden Chancen für Minenaktien. Auf Grund ihres Hebels besäßen diese ein deutlich höheres Potenzial als ein Investment in physisches Gold. Allerdings sollte ihr Anteil im Depot wegen der sehr hohen Schwankungen nicht mehr als fünf bis zehn Prozent betragen, rät Reinhardt.

Erste Wahl für den Freiburger Berater ist der MLIIF World Gold. „Der Fonds wird seit Jahren von einem qualifizierten Team von Rohstoffexperten und Geologen gemanagt“, erläutert Reinhardt. Aber auch der SGAM Equities Gold Mines stelle eine gute Alternative dar. Das einzige Manko besteht seiner Ansicht nach darin, dass bislang noch relativ wenig über das Management-Team und den Anlageprozess bekannt sei.

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