Weitere Verhaftungen: Sparkassen und Sparda-Bank verkauften S&K-Fonds

Weitere Verhaftungen
Sparkassen und Sparda-Bank verkauften S&K-Fonds

In den Skandal um die Immobiliengruppe S&K sind auch klassische Banken verwickelt, berichtet die Wirtschaftswoche. Außerdem hat es neue Festnahmen gegeben. Mittlerweile sitzen acht Verdächtige in Untersuchungshaft.
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DüsseldorfWie die WirtschaftsWoche berichtet, haben die Sparda-Bank Münster und die Sparkasse Emden S&K-Produkte vertrieben. Dies geschah nicht direkt, sondern über Tochterunternehmen – bei Sparda über die Tochter einer Tochter (Enkelgesellschaft) der Sparda, dem Beratungsunternehmen Comfort Finance.

Die Sparda verwies gegenüber der WirtschaftsWoche darauf, es sei „aus dem Außenauftritt der Gesellschaft und deren Berater eindeutig erkennbar, dass die Beratungs- und Vermittlungsleistungen nicht durch die Sparda-Bank Münster eG selbst erfolgen“.

Laut WirtschaftsWoche vertrieb auch die Sparkasse Emden einen S&K-Fonds, und zwar über ihre Tochter Emder Finanzberatung. Die Kunden seien über die Risiken ihres Investments aufgeklärt worden, teilte die Sparkasse Emden dazu mit.

„Banken gründen Töchter und Enkelgesellschaften oft nur, um eine Haftung künstlich zu vermeiden oder zu verschieben“, sagte der Tübinger Anlegeranwalt Heinz Steinhübel der WirtschaftsWoche. Ein weiterer Vorteil dieser Geschäftspraxis ist für Banken, dass sie Kunden nicht aufklären müssen, falls sie einen Teil der Provision bekommen haben.

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Sparkassen und Sparda-Bank verkauften S&K-Fonds

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Gigantisches Schneeballsystem

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  • Ich gebe Ihnen recht, dass jeder Kundenberater das Vertrauen der Kunden nicht mißbrauchen darf.
    Ich wage aber auch gleichzeitig zu behaupten, dass die meisten Anlageberater ihre Kunden nicht über den Tisch ziehen! Ein paar schwarze Schafe zerstören unseren Ruf!

  • Mit der Verschuldung der Kommunen haben sie sicherlich einen wunden Punkt erwischt, hier stimme ich Ihnen zu. Aber auch bei Genossenschaftsbanken ist ein nicht unwesentlicher Teil der entsprechenden Kredite angesiedelt.
    "Ein Einblick in diese hohe Verschuldung, die die Sparkassen finanzieren, will man – aus gutem Grund - den EU-Kontrolleuren vorenthalten."
    Kommunen stellen einen Haushaltsplan auf, über diesen kann sich der Bürger regelmäßig informieren (z.B. in der örtlichen Presse). Auch über die Verschuldung der jeweiligen Kommune wird hier informiert.
    Die Kreditausleihungen einer Bank lassen sich auch für jeden halbwegs gebildeten Bürger soweit für den genannten Kritikpunkt erforderlich leicht nachvollziehen: Jede Genossenschaftsbank erstellt und veröffentlicht einen entsprechenden Jahresabschluss welcher auch an die Mitglieder ausgegeben wird; hier wird auch über die Kreditausleihungen an die öffentliche Hand berichtet. Sparkassen veröffentlichen diese Daten ebenfalls in der Regel in ihrer Bilanzpressekonferenz bzw. in der örtlichen Presse. Bitte bei Gelegenheit einfach mal nachschauen; in den nächsten Wochen und Monaten ist es wieder so weit.
    Eins noch möchte ich bei der ganzen Schadenfreude und speziell auf den Hinweis der Kommunalausleihungen noch ergänzen: Sowohl Sparkassen als auch Genossenschaftsbanken unterstützen nicht nur durch Spenden etc. Vereine, öffentliche Einrichtungen, Veranstaltungen etc sondern tragen über die Gewerbesteuerzahlungen auch zu einem nennenswerten Anteil zur Finanzierung der Kommunen bei. Desweiteren sind sie als Steuerzahler überproportional von der "Bankenkrise" betroffen, denn die Bankenabgabe, die zur Finanzierung der an Großbanken (LB, HRE, CoBa etc.) ausgereichten Staatshilfen quasi als "Zusatzabgabe" beitragen soll ist Gewinnabhängig - und diese Bankengruppe ist wohl eine der wenigen welche mit ihrem "langweiligen" Vor-Ort-Geschäft konstant Gewinne erwirtschaftet...

  • Jeder betroffene Kunde ist ein Fall (Kunde) zu viel, der über den Tisch gezogen wurde!

    Jeder Kundenberater hat eine Vertrauensstellung gegenüber seinen Kunden!

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