Wertentwicklung wird beim Fondsverkauf immer wichtiger
Deka gerät noch stärker unter Druck

Der Umbau bei Deka Investment bietet mehr als die spannendste Asset-Management-Story unter den großen deutschen Fondsanbietern. Er wirft auch ein Schlaglicht auf eine wachsende Herausforderung für die gesamte Branche: den zunehmenden Performancedruck.

HB FRANKFURT/M. Auf der einen Seite registrieren Vertreter der zweitgrößten deutschen und zur Sparkassenorganisation gehörenden Fondsgesellschaft zwar zumindest eine Stabilisierung der Anlageleistung, die sich in den vergangenen Jahren sukzessive verschlechtert hatte. Auf der anderen Seite wetten skeptische Insider jedoch bereits auf eine Ablösung des für den Umbau verantwortlichen Dekabank-Vorstandes Peter Mathis.

In der von Ertragsdruck und allgemein schwachem Absatz belasteten Anlagebranche haben Anbieter mit guter Performance wie Deutschlands größtes Fondshaus DWS und ausländische Adressen wie Threadneedle oder Fidelity Investments noch gute Karten. Beide Gesellschaften zählen zu den Gewinnern im Rennen um Kundengeld. „Weil die Performance an den Märkten nicht mehr durch die Decke geht, wird sie als Qualitätsmerkmal beim Produktverkauf immer wichtiger – das geht Hand in Hand mit der Öffnung vieler Kreditinstitute für Fremdfondsangebote“, sagt Klaus-Jürgen Baum, Leiter des Deutschland-Geschäfts von Fidelity.

Wie sehr der Erfolg beim Fondsverkauf inzwischen von der Anlageleistung abhängt, belegen Vergleiche. Die durchschnittliche Produktqualität der DWS beispielsweise, gemessen an den Ratings von Standard & Poor’s (S&P) Fund Services, liegt seit Jahren auf hohem Niveau. Dazu passen die anhaltend guten Verkaufszahlen. Wichtige ausländische Adressen, begünstigt durch den Trend zur Öffnung der früher abgeschotteten Vertriebswege und teilweise auch durch gute Performance, setzen jetzt schon mehr ab als die meisten großen deutschen Anbieter.

Größter Verlierer in der Performanceentwicklung ist die Deka, die zusätzlich im Konkurrenzvergleich beim Absatz am stärksten einbüßte. Als Grund nennen manche Experten die von Mathis initiierte Einführung eines computergestützten (quantitativen) Anlageprozesses und einer arbeitsteiligen Organisation mit den vier Säulen Research, Portfoliokonstruktion, deren Umsetzung sowie Qualitätsmanagement.

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