Wertpapieraufsicht SEC
Hedge-Fonds wollen wieder mehr Freiheiten

Verbände fordern SEC auf, das Verbot ungedeckter Leerverkäufe in Finanzaktien aufzuheben. Die Behörde hatte Beschränkungen für die beiden Realkreditinstitute Fannie Mae und Freddie Mac sowie 17 Investmentbanken erlassen.

HB NEW YORK. Zwei amerikanische Hedge-Fonds-Verbände drängen die Wertpapieraufsichtsbehörde SEC, das Verbot von ungedeckten Leerverkäufen in 19 Finanzaktien in der nächsten Woche auslaufen zu lassen. Die SEC hatte in der vergangenen Woche Beschränkungen für ungedeckte Leerverkäufe von Aktien der beiden halbstaatlichen Realkreditinstitute Fannie Mae und Freddie Mac sowie von 17 Investmentbanken erlassen. Damit wollte die Aufsichtsbehörde verhindern, dass spekulative Anleger mit Kauforders den Markt überschwemmen und so den Kurs der Aktien nach unten treiben. Am 29. Juli läuft die Notmaßnahme aus, sie kann jedoch für 30 Kalendertage verlängert werden. Der US-Bankenverband bat die SEC zuletzt, die Maßnahme auf zusätzliche Unternehmen auszuweiten.

Die SEC solle es vermeiden, die Regelung über ihre bisher festgelegte Gültigkeit hinaus auszudehnen oder weitere Aktien mit einzubeziehen, schrieben die Managed Funds Association und die Coalition of Private Investment Companies an die Börsenaufsicht. "Wir fordern die SEC auf, die Notmaßnahme auslaufen zu lassen und alle potenziellen und nicht beabsichtigten Konsequenzen der Maßnahme zu prüfen", heißt es in dem Brief. "Bevor die heftigen Kursverluste bei Aktien aus dem Finanzsektor auf Fehler bei den Vorschriften für Leerverkäufe zurückgeführt werden, sollte sich die SEC mit Analysten beraten, die Finanztitel fundamental bewerten. Laut der neuen SEC-Vorschrift müssen sich Investoren Aktien leihen, wenn sie diese leerverkaufen wollen. Bisher mussten sie nur Aktien angeben, bei denen sie davon ausgehen konnten, dass sie für eine Leihe zur Verfügung stehen. Insgesamt verwaltet die Branche der Hedge-Fonds rund zwei Billionen Dollar. Die 1991 gegründete Managed Funds Association wird von Richard Baker geleitet. Chef der Coalition of Private Investment Companies ist James Chanos. Der Verband vertritt mehr als 20 Asset Manager mit einem Vermögen von 120 Mrd. Dollar.

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