Wertzuwachs im Juni
Hohe Exportquote beflügelt Japan-Aktienfonds

Die Aktienfonds auf japanische Standardwerte profitieren vom Börsenaufschwung des vergangenen Frühjahrs. Auf Zwölfmonatssicht stehen sie zwar noch mit 15 Prozent im Minus. Per Ende Juni erwirtschaften die Produkte durchschnittlich knapp drei Prozent Ertrag.

FRANKFURT. Die ersten drei Fonds in der Feri-Hitliste bescherten den Anlegern jeweils rund zehn Prozent Wertzuwachs in den vergangenen zwölf Monaten. Mit knapp elf Prozent ganz oben steht der Invesco-Japanese-Equity-Core Fund. In den vergangenen vier Juni-Wochen sorgte Fondsmanager Paul Chesson für knapp fünf Prozent Plus. "Staatliche Interventionen und das niedrige Bewertungsniveau verhalfen dem Aktienmarkt zu einer Erholung von den Tiefständen", sagt der Fondsmanager. Dabei sind japanische Aktien mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 20 schon wieder teuerer als Aktien aus den USA und Europa. Chesson hält weiterhin zyklische Aktien von Elektronik- und Autoherstellern. Außerdem erhöhte er jetzt die Allokation im Finanzsektor.

"Das Geschäftsklima in Japan fällt nicht länger, Staatsausgaben werden getätigt, Exporte und Industrieproduktion fangen wieder an zu steigen", sagt André Enders von der Berenberg Bank. Seinen Angaben zufolge sind vor allem die Exporte für den Aktienaufschwung in Japan verantwortlich. Die Regierung rechnet im zweiten Quartal 2009 mit einem Ausfuhrplus von 8,7 Prozent. "Das ist der stärkste Anstieg seit 1953", sagt Enders. Die Binnenkonjunktur Japans wächst dagegen kaum. Deflation ist weiterhin das beherrschende Problem des Landes. Und der Preisverfall wird sich laut japanischer Zentralbank zwischen einem und 1,5 Prozent auch im kommenden Jahr fortsetzen.

Aus Anlegerperspektive kommt es jetzt darauf an, ob der aktuelle Aufwärtstrend mehr als nur eine Lagebestandskorrektur sein wird. Aktienexperten von JP Morgan raten: "Asien und die Schwellenmärkte übergewichten, japanischen Aktien stehen wir weiterhin neutral gegenüber."

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