Wettbewerb macht Indexprodukte billiger
Die Fondsmanager bitten zur Kasse

Die Kostenbelastung bei den neuen Hedge-Fonds ist überdurchschnittlich hoch.

FRANKFURT/M. Auf den ersten Blick sieht es wie ein Widerspruch aus: Die laufenden Kosten von Investmentfonds steigen und werden gleichzeitig niedriger. Wie das? Die Erklärung liegt im Detail. Auf der einen Seite gewinnt der Trend zu höheren Gebühren vor allem bei den neuen Hedge-Fonds an Dynamik. Dagegen scheint der Kostenanstieg bei den traditionellen und aktiv gemanagten Aktienfonds gestoppt zu sein. Und bei den Indexfonds, die hinsichtlich ihrer Zusammensetzung lediglich ein bestimmtes Börsenbarometer nachbauen, beobachten Experten tendenziell fallende Sätze.

Dass die hier zu Lande seit Jahresanfang zugelassenen Hedge- Fonds ihre Anleger besonders stark zur Kasse bitten, hat konzeptionelle Gründe. Die neuen Produkte verfolgen weit gefächerte Strategien – von konservativen bis zu komplexen, spekulativen Ansätzen. Da scheint es plausibel, dass mit zunehmender Komplexität auch die Kosten steigen – und diese Belastungen an die Fondsanleger weitergegeben werden. „Deshalb erwarte ich, dass dieser Preistrend noch weiter anhält“, sagt Kerstin Beule, Vorstand der Fondsresearchfirma IFA Privates Institut für Fondsanalysten.

Die Erfahrungen aus dem Ausland bestätigen diese Einschätzung ebenso wie die ersten in Deutschland aufgelegten Produkte. Bisher bieten DWS, Unico und DIT vier Dach-Hedge-Fonds mit jährlichen Managementgebühren zwischen 2 und 2,5 % an. Dazu kommen häufig noch die Kosten der Fonds, in die der Dachfonds investiert – und die sind ebenfalls überdurchschnittlich hoch. Darüber hinaus werden erfolgsabhängige Gebühren berechnet. Lediglich Pioneer Investments fällt hier mit 1 % Managementgebühr und Verzicht auf eine Erfolgsvergütung aus dem Rahmen.

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