Fonds + ETF
Wie Fonds Steuern vermeiden

Eigentlich ist die Regel klar: Je höher der Anteil ausländischer Gebäude in einem offenen Immobilienfonds ist, desto geringer ist der Anteil an der Ausschüttung, den der Anleger versteuern muss.

rrl DÜSSELDORF. Der Grund: Fast immer gibt es entsprechende Abkommen zwischen Deutschland und den Investitionsländern, die verhindern, dass der deutsche Fiskus noch einmal zugreift, wenn Mieteinnahmen und gegebenenfalls Veräußerungsgewinnen im Ausland bereits versteuert wurden. Der Vorteil für den Anleger: Die Steuern im Ausland sind oft niedriger als in Deutschland.

Eine weitere Variante, die Steuerquote zu senken, sei es, Immobilieninvestitionen über Grundstücksgesellschaften abzuwickeln, sagt CGI-Sprecher Dietmar Müller. Nach dem Investmentsteuergesetz müssen seit Jahresbeginn nur noch die Hälfte der Ausschüttungen von Grundstücks-Kapitalgesellschaften (Halbeinkünfteverfahren) versteuert werden.

Doch die lukrativste Art, Steuerzahlungen zu vermeiden, besteht nach wie vor darin, den Wert der Anteile zu steigern. Dann bleiben Gewinne aus Anteilsverkäufen nach einem Jahr für den Anleger steuerfrei. Doch dazu müssen die Immobilienpreise klettern.

Allerdings haben manche Fonds trotz eines hohen Anteils ausländischer Immobilien eine hohe Steuerquote – so etwa der Grundbesitz-Global, der ausschließlich im Ausland investiert (s. Tabelle). Ein Grund dafür liegt in der für einen jungen Fonds wie diesen typischen hohen Liquidität. Ein beträchtlicher Teil der Ausschüttungen resultiert deshalb aus Zins- und nicht aus Immobilienerträgen. Auch Westinvest-Interselect-Anleger müssen – gemessen am Auslandsengagement – einen hohen Ausschüttungsanteil versteuern. Die Erklärung liefert Sprecher Alfred Biedermann: Die liquiden Mittel seien überwiegend für weniger als ein Jahr angelegt. Der Fondsanleger muss neben den Zinsen Kursgewinne aus Anleiheverkäufen binnen Jahresfrist versteuern.

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