Windkraftfonds von Insolvenz des Konzerns nicht betroffen
Umweltkontor beruhigt Anleger

Die Windkraftfonds der Umweltkontor Renewable Energy AG sind nach Angaben des Unternehmens nicht von dem gestellten Insolvenzantrag betroffen. Die 85 Fonds in der Rechtsform der GmbH & Co. KG seien rechtlich selbstständig, teile das Unternehmen mit, das unter dem Namen der ausgegliederten Gesellschaft Invest Blue AG weitere Fonds platziert.

HB DÜSSELDORF. Als Gründe für den Insolvenzantrag nannte ein Sprecher Sondereffekte, die zu einem Verlust von 46 Mill. Euro im Konzern geführt hätten, sowie den Rückzug von Geschäftsbanken. Er räumte auch ein, dass negative Presseberichte „im Jahr 2003 zu massiven Vertriebsproblemen bei den Windkraftfonds führten“. Die Absatzstatistik des Fondsexperten Loipfinger nennt für 2003 knapp 19 Mill. Euro platziertes Eigenkapital. 2001 war Umweltkontor mit 35,4 Mill. Euro eingesammeltem Kapital noch zweitgrößter Anbieter von Windparkfonds gewesen.

Im Herbst 2002 standen die 27 Windräder des Uweltkontor-Windparks Neuendorf-Kakerbeck still, weil der Einspeisevertrag ins Netz nicht rechtsgültig war. Mit diesem Fonds blieb Umweltkontor in den Schlagzeilen. Zudem wurde die Standfestigkeit der gekauften Frisia- Windmühlen bezweifelt. Frisia wurde insolvent, die Garantien, die das Unternehmen für die Windmühlen abgegeben hatte, wertlos. Dabei war Umweltkontor zuvor noch bei der Mutter Nevag eingestiegen.

Anleger forderten seinerzeit Umweltkontor auf, die Frisia-Garantien zu übernehmen. Umweltkontor entgegnete, für Garantiefälle stünde ein Sicherheitseinbehalt vom Kaufpreis zur Verfügung. Ein Sprecher versichert, dass dieser Einbehalt noch nicht aufgezehrt sei.

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