Wirtschaftsreformen und steigende Rohstoffpreise sollen Kurse treiben
Manager von Osteuropa-Fonds glauben weiter an russische Aktien

Aktienfonds, die in Osteuropa investieren, erwirtschafteten in den vergangenen Jahren Renditen im zweistelligen Prozentbereich. Sie überstanden den Niedergang der etablierten Börsen nahezu unbeschadet und sollten auch künftig zu den Gewinnern gehören.

HB/vwd FRANKFURT/M. So werden die Unternehmen von der EU-Osterweiterung profitieren. Am 1. Mai 2004 treten zehn Staaten, darunter Polen, Ungarn und Tschechien, der Europäischen Union bei. Wegen der niedrigen Lohnkosten und marktorientierten Wirtschaftsreformen dürften die neuen EU-Mitglieder schneller wachsen als beispielsweise Deutschland.

Odeniyaz Japarov, Fondsmanager des Nestor Osteuropa Fonds, stuft die Region als die „dynamischste in Europa“ ein. Andrea Schruff, Leiterin des Portfoliomanagements bei der Weberbank, bestätigt: „Neben der Depot-Diversifikation sprechen die positiven Aussichten für Osteuropa und Russland für ein Engagement.“ Der von Japarov betreute Nestor Osteuropa legte auf Jahressicht per Ende Februar 66,6 % zu. Über drei Jahre übertrifft er mit einem Zuwachs von 27,2 % per annum den Vergleichsindex MSCI Eastern Europe. Laut Weberbank-Strategin Schruff hat sich der Nestor Osteuropa „zu einem Top-Fonds entwickelt“. Japarov investiert aber nicht nur in den neuen EU-Staaten, sondern auch in Russland. „Putin wird die Reformen voran treiben“, ist er überzeugt. Unter Japarovs größten Investitionen sind der Nickelproduzent Norilsk Nickel und der Telekom-Konzern Mobile Telesystems.

Schruff bewertet den russischen Markt ebenso positiv: „Nach der gewonnenen Präsidentschaftswahl kann Putin die Reformen fortsetzen. In Verbindung mit den hohen Rohstoffpreisen wird dies dem Investitionsklima gut tun und für weiteres Wachstum sorgen.“ Mit einem Wertzuwachs von 64,5 % auf Jahressicht präsentiert sich auch der Schroder ISF Emerging Europa A überdurchschnittlich gut. Schroder-Fondsmanagerin Leila Kardouche hat russische Ölwerte wie Lukoil und Surgutneftegaz hoch gewichtet. „Für die Märkte der europäischen Schwellenländer werden die Aussichten zunehmend günstiger, vor allem wegen der Anzeichen für einen Aufschwung in der Eurozone“, sagt sie.

Expertin Schruff hält den Nestor Osteuropa Fonds mit Blick auf das langfristige Risiko-Ertragsverhältnis für die bessere Wahl.

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