WM Aktien Global hinkt dem Markt hinterher
Neuer Rückschlag für Vorzeigefonds von Universal

Einige Monate lang sah es so aus, als hätte der WM Aktien Global von Universal Investment seine Krise überwunden, doch der nächste Rückschlag ließ nicht lange auf sich warten.

HB HAMBURG. Zwischen Juni und September steigerte Fondsberater Wolfgang Mayr den Anteilspreis um knapp 16 Prozent und ließ damit den Weltaktienindex von MSCI um vier Prozentpunkte hinter sich. Davor hatte der für seine guten Leistungen in den Jahren 1999 bis 2003 mehrfach preisgekrönte Vermögensverwalter den Index 19 Monate lang ein ums andere Mal verfehlt.

Bereits im Oktober folgte jedoch der nächste Rückschlag: Mit einem Minus von 8,14 Prozent schnitt der WM Aktien Global fast viermal so schlecht ab wie der MSCI World. Damit rutschte er im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich von 335 international anlegenden Aktienfonds auf Rang 332 ab. „In einer abrupten Korrekturphase hinken wir mit unserer Anlagestrategie dem breiten Markt häufig hinterher“, erläutert Mayr, der für die Aktienauswahl ein selbst entwickeltes, computergestütztes Analyseverfahren nutzt. Aus einer Datenbank mit weltweit 2 500 Titeln filtert er mit seinen Mitarbeitern 500 potenzielle Kaufkandidaten heraus, von denen sich letztlich 26 gleichgewichtet im Portfolio wiederfinden. Dort bleiben die Titel so lange, bis sie aus der Liste der 500 herausfallen.

Dennoch wertet Mayr den Rückschlag im Oktober als weiteres Signal, dass sich die erfolglose Phase allmählich dem Ende nähert. Denn in den ersten drei Novemberwochen holte der Fonds den Verlust fast vollständig wieder auf. Der Universal-Berater vertraut darauf, dass sich die guten Fundamentaldaten der von ihm gehaltenen Unternehmen – darunter die koreanische Bank Woori Finance Holdings, der US-Krankenversicherer Omnicare und der schwedische Medienkonzern Modern Times – in den kommenden Monaten in einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung niederschlagen. Mit einer völlig anderen, aber ebenso wenig indexorientierten Anlagepolitik hat es Andrew Dalrymple in den vergangenen zwölf Monaten an die Spitze seiner Vergleichsgruppe geschafft. Der Manager des First State Global Opportunities nimmt den Namen seines Fonds sehr wörtlich und fokussiert das Portfolio stark auf jene Bereiche, die seiner Ansicht nach gerade die günstigsten Gelegenheiten bieten. Bis zum Spätsommer war das vor allem die Region Südostasien, die zeitweise – ohne Japan und Australien – mit knapp 50 Prozent vertreten war. Diesen Anteil hat Dalrymple mittlerweile auf ein Drittel reduziert und im Gegenzug die Japan-Gewichtung von nahezu Null auf 25 Prozent aufgestockt.

„Die Aussichten in Tokio bleiben sehr positiv“, sagt der First-State-Manager, der neben der Regionen- auch die Einzeltitelauswahl für sehr wichtig hält. Dies gelte vor allem für die USA, wo er derzeit rund ein Drittel des Fondsvermögens investiert hat. Europäische Aktien dagegen sind mit weniger als sechs Prozent vertreten.

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