Zertifikate-Anleger
Auf grünen Kraftstoff setzen

Biokraftstoffe haben trotz eines geringer werdenden Preisvorteils an der Tankstelle nach Ansicht von Marktforschern beträchtliches Potenzial. Mit einem neuen Basket-Zertifikat von HSBC Trinkaus & Burkhard können Zertifikate-Anleger auf den alternativen Treibstoff setzen.

DÜSSELDORF. Branchenexperten wie Frost & Sullivan erwarten in Europa bis 2011 Wachstumsraten der Branche von bis zu 26 Prozent pro Jahr. Dies hat zwei Gründe: Erstens hat die Biokraftstoffbranche unabhängig vom Privatverbraucher mit großen Flottenbetreibern, dem Speditionsgewerbe, sowie der Land- und Forstwirtschaft drei Hauptabnehmer, die zusammen bereits 50 Prozent des gesamten zur Verfügung stehenden alternativen Kraftstoffs nachfragen.

Zweitens hat die EU festgelegt, dass in den Mitgliedsstaaten ein steigender Biokraftstoffe haben trotz eines geringer werdenden Preisvorteils an der Tankstelle nach Ansicht von Marktforschern beträchtliches Potenzial. Mit einem neuen Basket- Zertifikat von HSBC Trinkaus & Burkhard können Zertifikate- Anleger auf den alternativen Treibstoff setzen. Nachrichten Prozentsatz des Gesamt-Kraftstoffabsatzes aus Biokraftstoffen bestehen muss. 2005 betrug dieser Anteil in Deutschland zwei Prozent, in Frankreich fünf Prozent.

Große Mineralölkonzerne mischen ihren normalen an der Zapfsäule verkauften Diesel-Qualitäten bereits seit längerem einen geringen Prozentsatz Biodiesel bei. Deutschland will diese als Ersatzförderung für Biokraftstoffe gedachte Beimischungspflicht von Biodiesel zu fossilem Kraftstoff ab 2007 sogar mit einem eigenen Gesetz regeln: Eine Beimischungspflicht von 5,75 Prozent, für deren Einhaltung die Mineralölkonzerne verantwortlich sein sollen, sichert dann den Herstellern von Biokraftstoffen (Biodiesel und Bio-ethanol) einen garantierten Absatz.

Die aktuelle Diskussion um den sich nun auf Grund der Steuer verteuernden Biokraftstoff - die Bundesregierung will ab August zehn Cent pro Liter erheben - dürfte schnell vorbei sein. Da mit der jetzt zur Verfügung stehenden Anbaufläche für Biodiesel-Rohstoffe in Deutschland nur fünf bis zehn Prozent des Kraftstoffverbrauchs gedeckt werden können, stehen die Biodiesel-Hersteller - optimistisch betrachtet - vielleicht bald vor einer neuen Herausforderung: Anbaufläche.

Auf den Biokraftstoff-Zug können Anleger mit einem Zertifikat von HSBC Trinkaus & Burkhard aufspringen (WKN: TB0D2B). Die Düsseldorfer haben ein Produkt mit zwölf im Biokraftstoff- Bereich tätigen nationalen und internationalen Unternehmen vor kurzem auf den Markt gebracht. In Deutschland gelistete Unternehmen wie KWS Saat, Biopetrol und EOP Biodiesel spielen aufgrund ihrer geringen Marktkapitalisierung nur eine geringe Rolle innerhalb des Zertifikates.

Der Kurs dieser drei Unternehmen zog in den vergangenen Wochen und Monaten nach zwischenzeitlichen Verlusten wieder deutlich an. Je zehn Prozent Gewichtung haben Südzucker und GEA. Südzucker will eine Bioethanolproduktion aufbauen, Spezialmaschinenbauer Gea über seine Tochter Luirgi von der steigenden Nachfrage nach Produktionsanlagen davon profitieren. Mit einem Anteil von 20 Prozent ist das US-Unternehmen Archer Daniels Midland - Verarbeiter von landwirtschaftlichen Produkten - das Schwergewicht im Aktienkorb.

Das Unternehmen will offenbar mit der Ethanolproduktion ein weiteres Standbein aufbauen. Das Zertifikat ist nicht währungsgesichert. HSBC nimmt keine Verwaltungsgebühr, streicht dafür aber die Hälfte der Dividenden ein. Allerdings beträgt die Laufzeit des Papiers nur zwei Jahre. Für Investoren, die vor allem langfristig von der Entwicklung der Branche profitieren möchten, eignet sich das Zertifikat daher weniger.

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