Ziele in Fernost
Japan bleibt unter Fondsmanagern umstritten

Der Dachfonds von Monega bevorzugt Ziele in Fernost. Diese Ausrichtung machte sich in den vergangenen zwölf Monaten bezahlt. Die Fondsgesellschaft Veritas SG dagegen meidet die Region - und setzt eine ganz andere Strategie um.

HAMBURG. Bei der Frage, welche Region er weltweit bevorzugt, muss Edgar Göcke nicht lange überlegen. "Was Aktien betrifft, halten wir ganz klar den asiatisch-pazifischen Raum für die attraktivste Anlageregion", sagt der Manager des Dachfonds Monega Chance. Bis Anfang vergangenen Jahres war der 2000 aufgelegte Fonds noch weltweit breit gestreut investiert, seitdem setzt Göcke jedoch überwiegend auf entsprechende Zielfonds für die Region. Diese Ausrichtung machte sich in den vergangenen zwölf Monaten bezahlt. Mit einem Wertzuwachs von 30,17 Prozent belegt der Monega Chance Rang fünf von 148 bei Feri Rating & Research gelisteten Dachfonds mit Fokus auf Aktien.

Aktuell hält Göcke 56 Prozent des Fondsvermögens in Südostasien, weitere 24 Prozent sind in Japan-Fonds investiert. Trotz der extrem schwachen Entwicklung sieht Göcke an der Tokioter Börse gute Chancen. "Ich gehe mittelfristig von einer Erholung aus, die vom Wachstum der angrenzenden Märkte getragen wird", sagt er.

Markus Kaiser von der Fondsgesellschaft Veritas SG glaubt dagegen vorerst nicht an eine Erholung in Japan. Deshalb hat er die entsprechende Position in seinem Dachfonds A2A Chance in den vergangenen Wochen von rund zehn Prozent auf Null heruntergefahren. Auch sonst setzt Kaiser mit dem Fonds eine andere Strategie um als Göcke: So streut er seine Engagements weltweit und hält sich in den Schwellenländern derzeit sehr zurück. "Das von uns für alle Fonds der A2A-Reihe verwendete Trendphasenmodell liefert derzeit eher negative als positive Daten", sagt der Veritas-Manager. Er will in diesen Ländern erst wieder investieren, wenn eine deutliche Korrektur günstige Gelegenheiten bietet.

In den vergangenen zwölf Monaten lieferte das Trendphasenmodell dem ansonsten erfolgsverwöhnten Fondsmanager nicht immer die richtigen Entscheidungshilfen. "Rückblickend waren wir in diesem Zeitraum häufig zu vorsichtig investiert", kommentiert Kaiser das Zwölf-Monats-Minus von 1,87 Prozent, das seinen Fonds auf den vorletzten Platz der Vergleichsgruppe zurückfallen ließ. So hätten sich die Signale beispielsweise in der ersten Hälfte dieses Jahres als zu negativ erwiesen. Kaiser: "Im Zuge der Turbulenzen im Sommer hatte sich dies zwar zunächst ausgezahlt, von der dann einsetzenden Erholung konnte der Fonds jedoch nicht im vollen Umfang profitieren." Derzeit sieht er sich mit dem Fokus auf Westeuropa und Nordamerika richtig aufgestellt: "Im November fiel der MSCI-Welt-Index um rund zehn Prozent, der A2A Chance verlor vergleichsweise moderate fünf Prozent." Die Aktienfondsquote von 85 Prozent will der Veritas-Manager erst bei positiven Signalen aufstocken.

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