Zloty- und Forint-Anleihen noch nicht ausgereizt
Rentenfonds halten Osteuropa die Treue

Anleihen in lokalen Währungen aus EU-Beitrittsländern haben in den vergangenen Monaten kaum besser abgeschnitten als Staatsanleihen aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU). Denn im Zuge der Euro-Aufwertung gegenüber nahezu allen Währungen weltweit gerieten gerade der polnische Zloty und der ungarische Forint unter Druck.

HB/vwd FRANKFURT/M. Dadurch fielen europäische Rentenfonds, die auf die Angleichung der Renditen von EU-Beitrittskandidaten an das niedrigere Euroland-Niveau setzen, so genannte Konvergenzfonds, im Konkurrenzvergleich zurück. Denn in aller Regel sind Zloty- und Forint-Anleihen die größten Positionen dieser Fonds innerhalb ihres Mittel- und Osteuropa- Engagements.

Doch das Blatt dürfte sich wieder zu Gunsten der Konvergenzfonds wenden. Dies meinen sowohl Christian Schiweck, Fondsmanager des Deka-EuropaBond TF, als auch Michael Krautzberger, der den UniEuroAspirant steuert. Beide Fonds spekulieren auf Konvergenz und rangieren im Feld der größten europäischen Rentenfonds unter den ersten zehn.

Dass Konvergenzfonds in nächster Zukunft wieder besser abschneiden sollten als traditionelle, überwiegend in Staatstitel der EU-Mitgliedsländer anlegende Rentenfonds, begründen die beiden Fondsmanager damit, dass die Zeiten, in denen Engagements in Zloty- und Forint-Anleihen Währungsverluste bescherten, mittlerweile überstanden sein dürften. „Der Forint, in dem ich zurzeit mit ca. 9 % investiert bin, dürfte sich in nächster Zeit seitwärts zum Euro bewegen oder sogar etwas aufwerten. Beim polnischen Zloty, der mit 13 % im Fonds vertreten ist, sehe ich sogar größeres Aufwärtspotenzial“, sagt Schiweck, der sein Zloty-Engagement deshalb auch noch etwas aufstocken will. „Auf Sicht von einem Jahr erwarten wir eine Stabilisierung beim Forint und Zloty oder sogar eine leichte Aufwertung“, meint auch Krautzberger, der in diesen Währungen aktuell 19,5 % bzw. 18,5 % seiner Mittel angelegt hat.

Zudem, so betonten beide Fondsmanager, sei in den Ländern Mittel- und Osteuropas nach wie vor „Zinskonvergenzpotenzial“ vorhanden, allerdings unterschiedlich stark. Am stärksten ausgeprägt ist es Krautzberger zufolge zurzeit noch in Ungarn. Am Ende der Skala stehe Tschechien, „wo die Renditen schon fast Euroland-Niveau erreicht“ hätten.

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