Zufluss ging um fast zwei Milliarden Euro zurück
Nettoabsatz der Fondsgesellschaft Union Investment schrumpft

Die Fondsgesellschaft Union Investment hat im vergangenen Jahr einen deutlich niedrigeren Nettoabsatz verzeichnet.

dpa-afx FRANKFURT. Die Fondsgesellschaft Union Investment hat im vergangenen Jahr einen deutlich niedrigeren Nettoabsatz verzeichnet. "Im Vorjahresvergleich liegen wir 2004 mit einem Nettomittelzufluss bei Publikumfonds von 1,9 Mrd. Euro deutlich zurück", räumte Sprecher des Vorstands Rüdiger Ginsberg bei der Jahrespressekonferenz in Frankfurt ein. Im Vorjahr waren es noch 7,8 Mrd. Euro. Das Betriebsergebnis sei dagegen um 46 Prozent auf 164 Mill. Euro gestiegen.

Ein freundlicher Verlauf an den Kapitalmärkten allein reiche nicht aus, um erneut ein großes Interesse an Investmentfonds zu entfachen, sagte Ginsberg. Maßgeblich sei diese Entwicklung durch die große Verunsicherung der Anleger verursacht worden. "Kein Wunder angesichts der Diskussion über die Altersvorsorge, die neuen Arbeitsmarktgesetze, die verhaltenen Konjunkturaussichten und die angespannte Lage am Arbeitsmarkt", sagte Ginsberg. Gleichzeitig räumte er Schwächen bei einigen Fondsprodukten ein. So müsse die Performance der "beiden Klassiker" Difa-Fonds Nr.1 und Difa-Grund besser werden.

Hedge-Fonds müssen sich erst etablieren

Auf neue Produkte sei ein Nettoabsatz von 3,2 Mrd. Euro entfallen. "In das neue Geschäftsfeld für Hedge-Fonds in Deutschland sind wir als erste Fondsgruppe mit Produkten für institutionelle und private Investoren planmäßig gestartet", sagte Ginsberg. Mit einem verwalteten Vermögen von 430 Mill. Euro sei Union Investment der derzeit größte deutsche Anbieter von Hedge-Fonds. "Wir sind von Beginn an nicht davon ausgegangen, dass es sofort einen Nachfrageboom geben würde. Dieses neue Produktkonzept muss sich über eine aussagekräftige Wertentwicklungshistorie erst etablieren, bevor es zu einem festen Bestandteil in der Vermögensallokation wird", sagte Ginsberg.

Mittel- bis langfristig rechne Union Investment mit einem steigenden Bedarf sowohl im institutionellen als auch im Privatkundengeschäft. Ginsberg sagte: "Bei einer zu erwartenden jährlichen Wachstumsrate von 16 Prozent ist das Geschäftsfeld Alternative Investments, unter anderem Hedge-Fonds, für uns ein wichtiges und zukunftsweisendes Produktkonzept."

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