Zusammenlegung des Fondsgeschäfts: Merrill verhandelt mit Blackrock

Zusammenlegung des Fondsgeschäfts
Merrill verhandelt mit Blackrock

Merrill Lynch, eine der weltgrößten Investmentbanken, will ihre Fondssparte mit dem New Yorker Anlagehaus Blackrock zusammenlegen. Das meldet die US-Zeitung "Wall Street Journal".

tmo NEW YORK. Der rund acht Mrd. Dollar schwere Deal wäre die größte je vollzogene Transaktion im Fondsgeschäft.

Den Berichten zufolge wird Merrill-Chef Stanley O?Neal seine Fondssparte an Blackrock übertragen. Im Gegenzug bekäme Merrill 48 bis 50 Prozent der Anteile an der kombinierten Gesellschaft. Die Managementkontrolle behielte jedoch Blackrock-Chef Laurence Fink. Eine Einigung kann laut "Wall Street Journal" bis Mittwoch erfolgen, obwohl ein Scheitern immer noch möglich ist. "Merrill beteiligt sich an einer Anlagefirma, die größer und besser ist, als was sie bislang haben, und Blackrock verdoppelt auf einen Schlag sein Anlagevermögen. Beide Seiten profitieren", sagte Analyst Richard Bove von der Investmentboutique Punk, Ziegel. Merrill-Lynch-Sprecherin Jessica Oppenheim lehnte einen Kommentar ab, ebenso wie Blackrock-Sprecherin Kathleen Baum. Im frühen New Yorker Handel kletterte die Blackrock-Aktie um zehn Prozent. Die Merrill-Aktien stiegen leicht.

Merrill Lynchs Fondssparte verwaltet 538 Mrd. Dollar. Blackrock kommt auf 453 Mrd. Dollar Anlagevermögen, wächst jedoch schneller. 1997 kaufte Merrill für 5,3 Mrd. Dollar das britische Fondshaus Mercury - damals auch schon die größte Transaktion im Fondsgeschäft. Die nun geplante stärkere Trennung des Fondsbereichs vom übrigen Bankgeschäfts passt in die Zeit. Denn die US-Kunden reagieren zunehmend misstrauisch, wenn Bankberater ihnen konzerneigene Fonds empfehlen.

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