Zweiter Fall in Deutschland
Geldmarktfonds wegen US-Hypothekenkrise geschlossen

Die Fondsgesellschaft Axa Investment Managers hat nach Informationen der Wirtschaftswoche wegen der Krise bei niedrig besicherten Hypothekenanleihen (Subprime-Anleihen) einen Geldmarktfonds geschlossen. Der Wert des 680 Millionen Euro schweren Axa IM US Libor Plus stürzte an einem Tag um 13 Prozent ab.

HB DÜSSELDORF. Der Wert des 680 Millionen Euro schweren Axa IM US Libor Plus stürzte an einem Tag um 13 Prozent ab. Als Kosequenz aus der Entwicklung wurde der Fonds für Neukunden "zeitlich begrenzt" geschlossen, wie es in der Pressemitteilung heißt. Rückgaben seien jederzeit möglich. Neben einem Fonds der Union Investment ist dies der zweite in Deutschland von der Krise getroffene Fonds.

Wie der Union-Fonds wurde auch der Axa-Fonds am 23. Juli geschlossen. Der Axa IM US Libor Plus wurde in Deutschland an Privatanleger verkauft und sollte ihnen eine Rendite in Höhe von rund 3,5 Prozent bringen. Das ging gründlich schief. Der Fonds legt das Geld der Anleger auch in hypothekengesicherten Anleihen und anderen strukturierten Produkten an. 41 Prozent des Fondsvolumens waren in Subprime-Anleihen investiert.

Diese Papiere gerieten durch die US-Hypothekenkrise besonders stark unter die Räder. Die von Investmentbanken zusammen gebastelten Anleihen würden derzeit nur zu sehr schlechten Konditionen wieder zurückgenommen, berichtet die Wirtschaftswoche weiter. Die Fondsmanager müssten die Papiere derzeit zu einem besonders niedrigen Kurs an die Investmentbanken verkaufen, Käufer der Papiere würden einen sehr hohen Preis zahlen. Diese hohe Differenz zwischen dem Ausgabe und dem Rücknahmepreis (Spread) ist typisch für illiquide Märkte. Axa habe sich zu einer Rettungsaktion entschlossen und angekündigt, Anteile von Anlegern zu einem besseren als dem derzeit auf dem Markt zu erzielenden Preis zurückzunehmen.

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