Zwölf-Monats-Rückblick bei Deutschland-Aktienfonds birgt Überraschungen
Star-Fondsmanager enttäuschen die Anleger

Jens Ehrhardt, Hans-Peter Schupp, Martin Wirth, Manfred Piontke und Heinrich Morgen - alle fünf Fondsmanagern eint, dass sie in der deutschen Investment-Szene seit Jahren einen ausgezeichneten Ruf genießen und für ihre Leistungen zahlreiche Preise erhielten. In der jüngsten Zwölf-Monats-Auswertung von 77 auf deutsche Dividende Standardwerte spezialisierten Aktienfonds enttäuschen sie allerdings durch die Bank.

HAMBURG. Mit dem UBAM Dr. Ehrhardt German Equity, dem Mainfirst German Classic Stock Fund, dem - von Wirth und Piontke gemeinsam betreuten - FPM Stockpicker Germany All Cap und dem Morgen-Portfolio-Universal gehören gleich vier von Stars verwaltete Fonds zu den Schlusslichtern (sieheTabelle).

"Die derzeitige Schwäche dieser nach einem Stockpicking-Ansatz gemanagten Fonds geht unter anderem darauf zurück, dass sie im zuletzt unter Druck geratenen Nebenwerte-Segment investiert waren", erläutert Sasa Perovic. Dabei empfiehlt der Analyst von Feri Rating & Research einen unterschiedlichen Umgang mit dem aufgetretenen Performance-Problem: Beim Mainfirst German Classic und beim Morgen-Portfolio-Universal etwa sollten investierte Anleger die Entwicklung zunächst weiter beobachten und - falls es zu keiner Besserung kommt - einen Ausstieg in Betracht ziehen. Bei den beiden übrigen Fonds bestehe hingegen kein Anlass zur Sorge. "Sowohl der UBAM Dr. Ehrhardt German Equity als auch der FPM Stockpicker Germany All Cap dürften sich kurz- bis mittelfristig wieder stabilisieren, das Feri-Rating mit der Bestnote A ist nicht gefährdet", sagt Perovic.

Unter den Top Ten des jüngsten Zwölf-Monats-Vergleichs finden sich mit dem Warburg-Progress-Fonds und dem Lux Linea zwei Angebote der Hamburger Privatbank M.M. Warburg & Co. Beide haben bei Feri das zweitschlechteste Rating "D", was zeigt, dass sie in der Vergangenheit nicht durch überdurchschnittliche Leistungen aufgefallen sind.

"Im Frühjahr 2005 hat der Warburg-Progress-Fonds seine Strategie geändert, seither setzen wir in Korrekturphasen verstärkt auf Absicherungsstrategien über Derivate", sagt Warburg-Invest-Manager Stefan Kullmann. Beim Lux-Linea geht das gute Zwölf-Monats-Ergebnis nach den Worten des externen Fondsberaters Tobias Spies von der Vermögensverwaltung Dr. Kohlhase ebenfalls überwiegend auf den Einsatz derivater Instrumente zurück.

Nach Einschätzung von Perovic steht der Lux-Linea derzeit kurz vor einer Heraufstufung auf ein "C"-Rating, längerfristig sieht der Feri-Analyst den Fonds aber eher im Mittelfeld seiner Vergleichsgruppe. Dies gelte auch für den Warburg-Progress, der von einer Heraufstufung auch noch weit entfernt sei: "Innerhalb der Bandbreite seiner Rating-Note rangiert er derzeit am unteren Ende", sagt Perovic.

Autorin: Claudia Lindenberg, Der Fonds

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